Di giannantonio dominiert im mugello-training – márquez auf dem weg nach vorne!
Fabio Di Giannantonio hat im freien Training zum Großen Preis von Italien in Mugello seine beeindruckende Form unter Beweis gestellt und die Zeitenliste angeführt. Ein Signal der Stärke, das vor dem entscheidenden Qualifying und dem Sprintrennen am heutigen Tag für Aufsehen sorgt. Doch auch Marc Márquez zeigte, dass er mit der richtigen Strategie zu den Top-Performern gehören kann.
Ducati setzt maßstäbe, márquez mit aufwärtstrend
Die Roten aus Borgo Panigale demonstrierten einmal mehr ihre Dominanz auf heimischem Boden. Allerdings war das Geschehen keineswegs einseitig. Marc Márquez, der am Wochenende nach wie vor an seiner Honda feilt, bewies mit einer starken Einzelrunde, dass er bei optimalen Bedingungen durchaus um eine Platzierung ganz vorne mitkämpfen kann. Die Frage ist, ob er diese Form über eine längere Distanz abrufen kann.
Die Bedingungen waren ideal: Strahlender Sonnenschein wechselte sich mit vereinzelten Wolken ab, während die Temperaturen auf angenehme 27 Grad in der Luft und 36 Grad auf der Strecke stiegen. Zwei Fahrer mussten ihr Comeback leider schon vorzeitig beenden: Álex Márquez und Johann Zarco fielen ersatzlos aus, wobei Michele Pirro und Cal Crutchlow die jeweiligen Aufgaben übernahmen.
Ein dramatischer Nachmittag Der Fokus lag nicht nur auf den Zeiten, sondern auch auf den zahlreichen Stürzen, die das Training unterbrachen. Fabio Quartararo verlor die Kontrolle über seine Yamaha in Kurve 4, wobei er glücklicherweise nur leicht verletzt davongekommen ist. Sein Teamkollege Jack Miller erlitt ebenfalls einen Abfall, wobei die Maschine ihm auf ähnliche Weise entwischte. Die Richtung des Rennens wurde durch eine unmittelbar folgende rote Flagge zusätzlich beeinflusst.
Die Teams experimentierten intensiv mit verschiedenen Reifenmischungen. Die Kombination aus Medium-Vorder- und weichem Hinterreifen scheint sich als die vielversprechendste für den Sprint und das Hauptrennen zu erweisen. Bagnaia zeigte in den ersten Rennrunden eine starke Leistung, während Márquez dicht hinter ihm lag und kontinuierlich seine Rundenzeiten verbesserte. Ein besonderes Augenmerk galt auch Alex Rins, der als Zweiter überraschte. Bezzecchi demonstrierte ebenfalls ein hohes Tempo mit einem weichen Hinterreifen, was ihm letztendlich einen Platz unter den Top-Performern sicherte.
Marc Márquez testete zudem einen metallischen Schutz an seinem Rahmen, eine Lösung, die bereits von Pecco Bagnaia in Barcelona erprobt wurde. Das Ziel ist klar: mehr Grip im Heckbereich. Die Entscheidung der Rennleitung, die roten Flaggen zu schwenken, störte den Spielfluss der Ducati-Werksfahrer, die gerade ihre schnellsten Runden fuhren.
Am Ende des Trainings standen die folgenden Fahrer in den Top 10: Di Giannantonio, Bagnaia, Bastianini, Morbidelli, Aldeguer, Marc Márquez, Bezzecchi, Martín, Rins und Moreira. Die Fahrer wie Ogura, Raúl Fernández und Acosta verpassten knapp den direkten Einzug ins Qualifying 2 und müssen sich im Qualifying 1 erst einmal beweisen. Die Spannung im Mugello ist greifbar, und die Fans dürfen ein packendes Rennwochenende erwarten.

Moto3 und moto2: rekordrennen und nervenkitzel
Auch in den kleineren Klassen gab es zahlreiche Highlights. In der Moto3 setzte sich Ogden durch, unterstützt durch den Reifendruck, während der führende Fahrer Quiles nur knapp dem Ausscheiden entging. In der Moto2 wurde der Pirelli-Extraband Reifen genutzt, was zu einem neuen Rundenrekord führte. Vietti brillierte dabei vor heimischem Publikum. Die Teams werden nun bis zum Qualifying fiebern und ihre Strategien verfeinern, um im Kampf um die Pole-Position die besten Positionen zu sichern.
Das Rennen ist noch nicht entschieden. Mit Di Giannantonio an der Spitze und Márquez im Aufwind verspricht das MotoGP-Wochenende in Mugello ein spannungsgeladenes Spektakel zu werden. Wer die Konkurrenz am besten beherrscht, wird sich erst im Laufe des Rennens zeigen.
