Dhfk leipzig: abstiegssorgen wachsen nach erneuter niederlage

Leipzig bangt – und das nicht ohne Grund. Der SC DHfK hat gegen Göppingen erneut die Chance verpasst, sich im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga entscheidend abzusetzen. Die Stimmung im Team ist gedrückt, und die Worte des Kapitäns Lukas Binder hallen nach: „Wenn's scheiße läuft, läuft's scheiße.“

Die bittere realität: 19. niederlage

Vor 4.500 Zuschauern in der Messestadt unterlagen die Leipziger am Donnerstagabend deutlich mit 29:34. Ein Sieg hätte die Grün-Weißen erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz katapultiert. Stattdessen bleibt der SC DHfK als Tabellenletzter auf dem vorletzten Platz und der Abstand zur Konkurrenz ist weiterhin groß.

Trainer Frank Carstens räumte ein, dass die Abschlussquote die entscheidende Schwachstelle war. „Wir kommen ja zu sehr guten Chancen, wir spielen diese Chancen raus, wir schaffen es, eine der besten Deckungsreihen auseinanderzuziehen“, so Carstens. Doch die Leipziger konnten ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Die Gäste aus Göppingen waren da deutlich effizienter und nutzten ihre Chancen konsequent.

Binder im SpiO-Interview: Die emotionale Belastung

Die Enttäuschung war dem Kapitän anzusehen. Im SpiO-Interview sprach Binder offen über die Gefühlswelt im Team: „Nach solchen Nackenschlägen wie heute, wo wir uns viel vorgenommen hatten – wir haben die Chance, da unten erstmal herauszukommen. Und dann verlierst du das Spiel, das tut verdammt weh, wenn der Sport dir was bedeutet.“ Die Worte des Routiniers verdeutlichen die immense Belastung, die auf den Spielern lastet.

Sieben spiele, die alles entscheiden

Sieben spiele, die alles entscheiden

Für den SC DHfK stehen sieben Partien bevor, in denen es gilt, den Abstieg zu verhindern. Doch das Restprogramm ist alles andere als einfach. Zunächst empfängt Leipzig am kommenden Donnerstag den VfL Gummersbach, gefolgt von einem Auswärtsspiel beim Rekordmeister THW Kiel an der Ostsee. Auch die weiteren Gegner Lemgo und Melsungen sind Europapokal-Aspiranten.

Es wird ein Kraftakt, aber die Leipziger müssen sich jetzt zusammenreißen und mit aller Energie kämpfen, um doch noch den Klassenerhalt zu sichern. Der Druck ist enorm, aber die Hoffnung stirbt zuletzt – auch wenn die Situation alles andere als rosig aussieht. Die Liga ist noch nicht verloren, aber es braucht Überraschungserfolge und eine deutliche Leistungssteigerung in der entscheidenden Phase der Saison.