Dhb-frauen feiern 33:18-kantersieg gegen slowenien und lösen em-ticket

Heidelberg war Donnerstagabend kein Ort, sondern ein Gefühl. 3.791 Zuschauer verwandelten die SAP-Arena in einen Kessel, der die slowenische Auswahl schmelzen ließ – 33:18 lauteten die brandaktuellen Zahlen, die Deutschlands Handballerinnen nach 60 Minuten auf die Anzeigetafel warfen. Die Konsequenz: Platz eins in der Gruppe 3 ist fix, das Ticket für die EM im Dezember sicher.

Der plan funktionierte – ohne kreisläuferin

Markus Gaugisch trat mit einer Formation an, die selbst Kenner überraschte: kein klassischer Kreisläufer, dafür sechs Rückraumkräfte. Antje Döll und Nina Engel eröffneten das Schützenfest mit fünf Treffern jeweils, Emily Vogel feierte in ihrem 150. Länderspiel das vorzeitige Ende der Qualifikationsnervosität.

Nach 13 Minuten lag Deutschland 12:3 vorne, die Sloweninnen lagen nicht nur zurück, sondern wirkten wie ein Team, das die Größe des Rasens vermisst. Die Siegesserie der DHB-Auswahl liest sich mittlerweile wie ein Bankkonto ohne Dispo: vier Spiele, vier Siege, 8:0 Punkte.

Defensive lief wie geschmiert – gegenstoß nach gegenstoß

Sarah Wachter parierte früh einen 7-Meter, Alexia Hauf konterte zum 5:1. Die Tempoverschärfung ging über die gesamte erste Halbzeit so weiter, dass selbst die gegnerische Bank nur noch mit dem Finger auf die Uhr deutete. Fazit: 18:8 zur Pause, Spiel entschieden, Stimmung grenzenlos.

Im zweiten Durchgang drehte Gaugisch durch – 13 verschiedene Torschützinnen durften sich in die Liste eintragen. Die Intensität blieb, die Sloweninnen fanden zwar ein paar Lücken, doch jeder Treffer wirkte wie ein Alibi-Geschenk.

Em-gastgeber warten – auslosung am 16. april

Jetzt dürfen sich die Fans auf das Endrundenturnier vom 3. bis 20. Dezember freuen, das Polen, Rumänien, Tschechien, die Slowakei und die Türkei ausrichten. Die Auslosung in Kattowitz entscheidet dann, welche Gruppenphase auf Deutschland wartet.

Für Klaus Schäfer, Sportredakteur in Pelkum, steht fest: Silber bei der WM war der Auftakt, EM-Gold wäre die Sensation. Die Mannschaft beweist: Wer in Heidelberg feiert, braucht keine Prognose mehr – nur noch einen Kalender.