Deutschlands handball-frauen demontieren slowenien – em-ticket schon jetzt gebucht

3791 Fans, 33:18, fertig. Die deutschen Handball-Frauen haben in Heidelberg ein Feuerwerk abgebrannt und damit den Eintritt zur Europameisterschaft im Dezember schon Mitte März sicher. Gegen Slowenien war nach 60 Minuten klar: Silber von Weltmeisterschaft wird Gold-Stimmung.

Markus gaugisch ließ keine sekunde lang altbewährtes laufen

Der Bundestrater verzichtete auf eine Kreisläuferin, stellte stattdessen sechs Rückraumspielerinnen aufs Feld – ein Schachzug, der Sloweniens Deckung schachmatt setzte. Nach 13 Minuten lag das DHB-Team 9:3, die Gegner wirkten wie gelähmt. Nina Engel und Antje Döll erzielten je fünf Treffer, doch das eigentliche Prunkstück war die Abwehr. Sarah Wachter hielt, was zu halten war, und katapultierte den Ball per Gegenstoß zu Alexia Hauf, die zum 5:1 traf.

Die Sloweninnen fanden kein Rezept, warfen sich die Bälle regelrecht zu. Als Marie Steffen das 12:3 erzielte, war die Partie gelaufen – und das bereits vor der Pause. In Durchgang zwei rotierte Gaugisch durch, 13 verschiedene Akteurinnen kamen zum Torerfolg. Die Intensität blieb trotzdem hoch, die Halle tobte.

8:0 Punkte – die machtprobe steht schon jetzt

8:0 Punkte – die machtprobe steht schon jetzt

Mit vier Siegen aus vier Spielen hat Deutschland die Gruppe dominiert. Die restlichen Partien gegen Belgien und Nordmazedonien sind reine Formsache, ein Schaulaufen vor dem Jahreshighlight. Vom 3. bis 20. Dezember geht es in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei um den Titel. Die Auslosung folgt am 16. April in Kattowitz – dann wissen die Frauen, wen sie in der Vorrunde zerreißen müssen.

Emily Vogel feierte ihr 150. Länderspiel, doch sie sprach nach dem Schlusspfiff nicht über Jubiläen, sondern über Tempo: „Wir wollten von der ersten Sekunde an durchbeissen, das ist uns gelungen.“ Bundestrainer Gaugisch lobte die Einstellung, bemängelte aber die eine oder andere Ungenauigkeit beim Abschluss. Bei 15 Toren Vorsprung ist das Jammern auf hohem Niveau.

Die deutschen Fans in Heidelberg erhielten einen Vorgeschmack auf Dezember: Laute Anfeuerung, schnelle Gegenstöße, eine Abwehr, die alles verschluckt. Wer jetzt schon so auftrumpft, darf in der Endrunde getrost mit dem Ziel Gold planen. Die Konkurrenz wurde gewarnt.