Dfb-revolution: jetzt wird die bundesliga ernst – strenge regeln für milliardenklubs

Neue finanzregeln in sicht: dfb will spendierorgien stoppen

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) plant einen radikalen Schritt, um die finanzielle Stabilität der bundesliga und 2. bundesliga zu gewährleisten. Neben der Einführung einer U-21-Liga, die ja schon für Aufsehen sorgt, steht auf der kommenden Mitgliederversammlung am 3. März eine bahnbrechende Entscheidung im Raum: die Einführung einer Kaderkostenregel. Steffen Merkel und Marc Lenz, die Geschäftsführer der DFL, gelten als treibende Kräfte hinter dieser Entwicklung. Es geht um mehr als nur Zahlen – es geht um die Zukunft unseres Fußballs!

Das uefa-modell als vorbild – aber mit deutschem twist

Das uefa-modell als vorbild – aber mit deutschem twist

Das neue Regelwerk orientiert sich grundsätzlich an den Finanznachhaltigkeitsregeln der UEFA. Doch die DFL will es besser machen! Im Gegensatz zur UEFA, wo Vergleiche und die Einbeziehung von Geldern aus zweifelhaften Quellen zu lächerlichen Strafen geführt haben – denken Sie an Manchester City oder FC Chelsea – setzt man in Deutschland auf ein klar definiertes Sanktionssystem. Schluss mit lächerlichen Strafen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich! Hier wird hart durchgegriffen.

Windhorst-effekt adé: neue regeln gegen investoren-wahnsinn

Windhorst-effekt adé: neue regeln gegen investoren-wahnsinn

Bisher steuerte die DFL die Finanzen über die Liquiditätsbetrachtung und die Eigenkapitalregel. Das war ein Anfang, aber nicht genug! Fälle wie Hertha BSC in der Zeit um Investor Lars Windhorst zeigten deutlich, wie leicht sich Investorengelder in kurzsichtige, teure Transfers verwandeln können. Die Entwicklung beim FC Schalke 04 in den 2010er Jahren war ebenfalls warnend. Wir brauchen Regeln, die solche Exzesse verhindern!

70-Prozent-regel: der kader muss im rahmen bleiben

Die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Marc Lenz hat einen konkreten Vorschlag erarbeitet: Klubs sollen maximal 70 Prozent ihrer sportbezogenen Einnahmen in den Lizenzetat stecken dürfen. Investorenzuschüssewerden davon abgezogen, ebenso wie Sponsoringleistungen von Anteilseignern – Stichwort Red Bull, Bayer und VfL Wolfsburg. Das soll langfristige Investitionen fördern, beispielsweise in Nachwuchsleistungszentren, und die 50+1-Regel stärken.

Harte strafen für regelbrecher: punktabzug und transfersperre drohen

Die DFL will einen klar definierten Strafenkatalog einführen. Bei Verstößen drohen zunächst Finanzsanktionen, aber bei wiederholten Verstößen – bei sogenannten „Intensivtätern“ – sogar Punktabzug oder ein Registrierungsverbot für neue Spieler, was einer Transfersperre gleichkommt. Das ist eine klare Botschaft an alle Klubs: Hier wird nicht mehr mit Samthandschuhen angefasst! Hans-Joachim Watzke forderte bereits sportliche Strafen bei Verstößen gegen die UEFA-Regeln.

Zeitplan: ab 2027/28 mit abgeschwächten sanktionen

Wenn die Vereine das Paket Anfang März absegnen, soll das neue Regelwerk ab der Saison 2027/28 mit abgeschwächten, rein monetären Sanktionen in Kraft treten. Ab der Saison 2028/29 wird es dann voll umgesetzt. Die bundesliga steht vor einem Umbruch – und das ist gut so! Es ist an der Zeit, dass wir unsere Liga vor den negativen Auswirkungen von unkontrollierten Investitionen schützen und eine nachhaltige Zukunft sichern.

Aktuelle situation: viele klubs am limit

Aktuell wenden die deutschen Klubs im Durchschnitt etwa 55 Prozent ihrer Einnahmen für den Lizenzetat auf. Allerdings kratzen etwa drei bis vier Vereine pro Saison gefährlich an der 70-Prozent-Grenze. Die neue Regelung soll sicherstellen, dass diese Grenze nicht überschritten wird und die Klubs finanziell gesund bleiben. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, aber die DFL ist entschlossen, die bundesliga fit für die Zukunft zu machen.