Dfb-präsident neuendorf schweigt – und sorgt für kritik!
Ein Sturm der Empörung braut sich zusammen: DFB-Präsident Bernd Neuendorf verteidigt die Zurückhaltung des Verbandes in der hitzigen politischen Debatte rund um die WM. Ein Schachzug, der ihm nun heftige Kritik einbringt. Die Frage, die im Raum steht: Ist der DFB wirklich neutral, oder schaut er angesichts der brisanten Lage in den USA und der FIFA weg?
Neuendorf setzt auf fußball – aber zu welchem preis?
In einem Gastbeitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) versuchte Neuendorf, die Position des DFB zu erläutern. Er argumentierte, dass es als Fußballverband angebracht sei, nicht jede tagespolitische Entwicklung kommentieren zu müssen. „Wir tun als Fußballverband gut daran, in dieser hektischen Zeit nicht jedes tagespolitische Ereignis und jede Aussage reflexhaft zu kommentieren“, so Neuendorf. Doch seine Worte scheinen auf taube Ohren zu verstoßen.
Die Kritik konzentriert sich vor allem auf Neuendorfs Verhalten gegenüber der Verleihung des FIFA-Friedenspreises an den US-Präsidenten Donald Trump und sein weitgehendes Schweigen zur politischen Lage in den USA. Viele werfen ihm vor, seine Werte – Freiheit, Demokratie, Respekt und Toleranz – nicht konsequent genug zu verteidigen. <Die Vergabe des Friedenspreises an Trump, inmitten von Kontroversen über seine Politik, wirkte wie ein Schlag ins Gesicht für viele.
Neuendorf betonte zwar, dass der DFB nicht „alles um uns herum ausblenden“ könne und im Austausch mit dem Auswärtigen Amt sei. Aber das reicht vielen Beobachtern nicht. Die Tatsache, dass ein Mann, der im FIFA-Council sitzt, sich so passiv verhält, während die FIFA selbst unter Beschuss steht, wirft ein schlechtes Licht auf den deutschen Fußball.
„Natürlich findet Sport nicht im luftleeren Raum statt“, räumte Neuendorf ein. „Und doch müssen wir uns letztlich auf den Fußball konzentrieren, weil er unser Kerngeschäft ist und bleibt.“ Ein Satz, der viele empört. Ist der Fußball wirklich so wichtig, dass er politische Verantwortung ausschließt? Die Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen. <Die Zahl der Petitionen gegen Neuendorfs Haltung überschreitet bereits die 50.000 Unterschriften.

Die fifa im fokus: infantino steht ebenfalls im kreuzfeuer
Die Kritik am DFB ist eng verbunden mit der umstrittenen Rolle der FIFA und ihres Präsidenten Gianni Infantino. Auch er steht wegen seiner Entscheidungen und seines Umgangs mit politischen Fragen in der Kritik. Die WM in den USA, einem Land unter der Regierung Trumps, war von Anfang an ein politisch aufgeladenes Ereignis. Der DFB, als einer der mächtigsten Verbände weltweit, hätte eine klarere Position beziehen müssen, so die Forderung vieler.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Konsequenzen Neuendorfs Verhalten haben wird. Eines ist jedoch klar: Der DFB steht vor einer Zerreißprobe. Die Glaubwürdigkeit des deutschen Fußballs hängt davon ab, ob der Verband seine Werte verteidigt oder sich dem politischen Druck beugt. Die Fans sind jedenfalls ungeduldig und fordern Taten, keine leeren Versprechungen.
