DFB-Pokalfinale 2026: Neuer Mietvertrag und Sicherheitsmaßnahmen

Ausgelostes achtelfinale und termin für das finale

Das Achtelfinale des DFB-Pokals ist ausgelost, und der Termin für das Finale am 23. Mai 2026 in Berlin steht fest. Allerdings fehlt noch eine wichtige Voraussetzung: Der neue Mietvertrag zwischen dem DFB und dem Land Berlin als Besitzer und Betreiber des Olympiastadions.

Verhandlungen über den neuen vertrag

Verhandlungen über den neuen vertrag

Der letzte Vertrag ist nach dem Endspiel im Mai zwischen Stuttgart und Bielefeld (4:2) ausgelaufen. Seitdem laufen schwierige Verhandlungen mit dem Berliner Senat über einen neuen Fünfjahresvertrag. Der DFB verlängert nur, wenn sich die Einlasssituation am Stadion durch bauliche Veränderungen verbessert und dadurch mehr Sicherheit für die Zuschauer garantiert wird.

Probleme bei den einlasskontrollen

Probleme bei den einlasskontrollen

Das Olympiastadion mit seinen 74 475 Plätzen verfügt nur über zwei Haupteingänge, das Olympiator im Osten und das deutlich kleinere Südtor. Beim Pokalendspiel strömen zwei große Fanlager in die Arena, jeweils 24 000 Anhänger der beiden Finalisten – 67 Prozent durch das Osttor, 33 Prozent durch das Südtor. Im Mai stauten sich unzählige Arminia-Anhänger rund 90 Minuten vor den schlecht funktionierenden Einlasskontrollen am Südtor, ohne die Möglichkeit, zur Toilette zu gehen oder sich ein Getränk zu kaufen.

Forderungen des dfb

Der DFB fordert Lösungen vom Senat, die für einen reibungslosen Ablauf und mehr Sicherheit sorgen, gerade für den Fall, dass das Finale aufgrund der beiden Teilnehmer als Hochrisikospiel eingestuft wird und eine strikte Trennung der Fanlager nötig ist.

Erhöhung der stadionmiete

Offenbar hatte die Erhöhung der Stadionmiete Priorität, bevor das Problem angegangen wurde. Mittlerweile hat ein Umdenken im Senat stattgefunden, da ein Pokal-Wochenende der Stadt durch Tausende Fußball-Touristen rund 50 Mio. Euro einbringt.

Lösungsvorschlag des senats

Eine Arbeitsgemeinschaft aus DFB, Landesregierung, Polizei und Architekten sucht nach einer Lösung. Der Vorschlag des Senats sieht eine Vergrößerung des Südtores und der davor liegenden Zuflussfläche vor, sodass eine Verteilung der Fans auf die beiden Tore im Verhältnis 50:50 erreicht wird. Das Südtor wird um 30 Drehkreuze erweitert, was jedoch bauliche Veränderungen erfordert.

Denkmalschutz und kosten

Die baulichen Veränderungen stehen unter Denkmalschutz, da das gesamte Olympiagelände einschließlich seiner baulichen Umfassungen, Freiflächen und Vegetation als Gartendenkmal eingetragen ist. Die Kosten für die festinstallierten Umbauten übernimmt der Senat, zusätzliche mobile Einlass-Kontrollmaßnahmen, die nur beim Pokalfinale eingesetzt werden, zahlt der DFB.

Erweiterte mobile maßnahmen

Da die Zeit bis zum Endspiel im Mai 2026 voraussichtlich nicht ausreichen wird für die Erweiterung des Südtores, werden erweiterte mobile Maßnahmen zum Einsatz kommen. Dazu gehören Metalldetektoren (Open Gate), wie sie in der Münchner Arena eingesetzt werden und die das zeitaufwendigere Abtasten durch das Sicherheitspersonal ersetzen.