Dfb-kader sorgt für empörung: klubs wittern wettbewerbsverzerrung
Die Nominierung des DFB-Kaders hat einen handfesten Streit in der Bundesliga ausgelöst. Christian Falk und Heiko Niedderer berichten im „Bayern Insider“ von massiver Unzufriedenheit bei mehreren Erstligaclubs – und das gleich zu Beginn der Saisonphase, in der jedes Trainingslager zählt.

Die liga reagiert mit unverständnis
Der Kern der Kritik: Während die Bundesliga-Kluge ihre Stars für Länderspieltermine abgeben müssen, fließt kein Cent Kompensation für die ausfallenden Leistungsträger. Ein Manager, der anonym bleiben will, schickt gegenüber Sport am Sonntag einen wütenden Kommentar: „Wir zahlen Millionengehälter, verlieren Punkte und bekommen nicht mal die Hotelreise erstattet.“
Die Zahren sind hart: Nach BILD-Recherchen fehlen in dieser Länderspielperiode 17 Stammspieler aus acht Vereinen – darunter fünf, die sich gerade vom Corona-Ausfall erholen. Die Folge: Trainer müssen umstellen, Jugendspieler rücken vor, Punkte gehen verloren.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff versucht zu beschwichtigen. „Wir verstehen die Sorgen, aber die Nationalmannschaft braucht ihre besten Spieler“, sagt er. Doch die Klubs pochen auf Nachverhandlungen. Insider vermelden, dass die Liga in der nächsten Vorstandsrunde ein Punktepapier mit Forderungen nach Schutzgeldern und reduzierten Spielzeiten für DFB-Akteure vorbereitet.
Spannend wird, ob der Druck reicht. Die Mehrheit der Vereine steht hinter der Initiative – allein Bayern München und RB Leipzig halten sich bedeckt, weil sie befürchten, bei künftigen DFB-Entscheidungen an die Wand gedrückt zu werden. Doch die Front der Aufsteiger wächst. „Wenn wir nichts tun, wird das jedes Jahr schlimmer“, sagt ein Aufsichtsrat. Die Uhr tickt: Bereits am 25. März steht das nächste Länderspiel an – und mit ihm der nächste Ärger.
