Deutschland triumphiert: brand glänzt, aber wück sieht noch luft nach oben

Ein 5:1 gegen Österreich – die deutsche Nationalmannschaft präsentierte sich in Nürnberg von ihrer stärksten Seite. Doch trotz des deutlichen Ergebnisses blieb ein Gefühl der Unzufriedenheit im Raum, insbesondere bei Bundestrainer Christian Wück und der Leistungsträgerin Jule Brand. Fünf Tore, fünf Vorlagen oder Beteiligungen – Brand war überall im Spiel zu finden, doch ihre eigene Leistung fand sie alles andere als optimal.

Die doppelrolle: brand zwischen offensive und defensivarbeit

Die 23-jährige Offensivspielerin war maßgeblich am deutschen Erfolg beteiligt, doch ihre Leistung war alles andere als ein Selbstläufer. Bereits früh im Spiel zeigte sie Nervosität mit einigen unsauberen Pässen und Ballverlusten. „Dass sie in ihrem Spiel mittlerweile auch die kämpferische Komponente drin hat, hat sie schon öfter bewiesen“, lobte Wück, erinnerte aber gleichzeitig an ihre anfänglichen Schwierigkeiten. Die Europameisterschaft 2025 in der Schweiz scheint Brand's Motivation zusätzlich anzuheizen, denn dort wird ihre Vielseitigkeit und ihr Einsatz gefragt sein.

Brand selbst betonte nach dem Spiel ihre Bescheidenheit: „Ich freue mich natürlich sehr, dass ich so dem Team helfen konnte. Aber auch bei mir war es nicht das beste Spiel.“ Ein typischer Kommentar der jungen Frau, die selbstkritisch an ihrer Leistung arbeitet.

Die frage nach der position: eckenspezialistin oder flexible allrounderin?

Die frage nach der position: eckenspezialistin oder flexible allrounderin?

Ein zentrales Thema nach dem Spiel war Brands Rolle im Team. Nach dem Spiel gegen Österreich blieb sie sich treu, als sie auf die Frage nach ihrer Position antwortete: „Ich spiele dort, wo der Bundestrainer mich aufstellt. Ich hinterfrage das nicht.“ Wück hatte sich für Linda Dallmann in der Mitte entschieden, eine Entscheidung, die er sich, wie er zugab, auch intern noch einmal überlegt hatte. Dallmanns Stabilität im FC Bayern München ließ ihn zu dieser Wahl greifen. Das bedeutet für Brand vorerst die Rolle auf dem Flügel.

Die Frage, ob sie nun zur festen Eckenspezialistin der DFB-Elf wird, bleibt offen. Ihre Flanke zum 2:0 war ein klarer Beweis ihrer Qualitäten, doch die flexible Einsatzfähigkeit ist ihr Trumpf. „Wenn man spielerische Lösungen braucht, geht nur sehr schwer ein Weg an Linda Dallmann vorbei. Wenn man eher eine Mannschaft hat, die selbst spielen möchte, die uns defensiv fordert, dann kann der Weg wieder über Jule Brand gehen.“, erklärte Wück. Die Entscheidung liegt letztendlich bei ihm, abhängig vom jeweiligen Gegner und der taktischen Ausrichtung.

Das Spiel gegen Österreich war ein deutlicher Sieg für Deutschland, aber auch eine Momentaufnahme, die zeigt, dass es noch Luft nach oben gibt. Jule Brand, trotz ihrer herausragenden Leistung, ist sich dessen bewusst und arbeitet weiter an sich. Die Zukunft der DFB-Elf hängt auch von ihrer Entwicklung ab – und von Wücks Fähigkeit, sie optimal einzusetzen.