Deutschland träumt von der wm 2038/2042: dfb prüft optionen

Der Traum von einer dritten Fußball-Weltmeisterschaft auf deutschem Boden lebt weiter. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält die Fäden in Bewegung und prüft, ob Deutschland 2038 oder 2042 erneut Gastgeber eines der größten Sportereignisse der Welt sein könnte. Nach dem Sommermärchen 2006 und der WM 1974 scheint der Fußballzampeter-Geist wieder erwacht.

Die fifa-bewerbung: ein zarter tanz

Konkrete Pläne liegen zwar noch nicht vor, doch der DFB nimmt die Option ernst. „Insofern befassen wir uns mit einer WM-Bewerbung, als dass zukünftige Optionen geprüft und besprochen werden“, so eine offizielle Stellungnahme des Verbands. Die FIFA hat derzeit kein formelles Bewerbungsverfahren ausgeschrieben, weshalb der DFB die Rahmenbedingungen genau unter die Lupe nimmt. Präsident Bernd Neuendorf verdeutlichte bereits, dass Deutschland über eine exzellente Infrastruktur verfügt und die organisatorischen Herausforderungen einer 48-Teams-WM meistert könnte.

Die Ausrichtung der WM 2026 in Nordamerika mit den USA, Mexiko und Kanada sowie das 100-Jahr-Jubiläumsturnier 2030 in Marokko, Portugal, Spanien, Uruguay, Argentinien und Paraguay zeigen, dass die FIFA neue Wege geht. Saudi-Arabien sichert sich die WM 2034, was den Spielraum für andere Bewerber weiter verknappt. Doch die deutsche Infrastruktur und der Fußball-Fieber, das das Land beflügelt, sprechen für eine erneute Kandidatur.

Politische unterstützung: die cdu gibt den ton an

Politische unterstützung: die cdu gibt den ton an

Die politische Unterstützung für eine deutsche WM-Bewerbung ist gegeben. Die CDU befürwortet eine Kandidatur für 2042 und fordert die Bundesregierung auf, ein umfassendes Konzept zu entwickeln und die Bemühungen des DFB aktiv zu unterstützen. Diese eindeutige politische Positionierung stärkt die Position des DFB im internationalen Raum.

Das „Sommermärchen“ von 2006, das mit dem dritten Platz der Nationalmannschaft und dem Gewinn Italiens in Erinnerung geblieben ist, wird in diesem Jahr gefeiert. Zahlreiche Bücher und TV-Dokumentationen erinnern an diese besondere Zeit. Damals nahmen lediglich 32 Teams teil, im Vergleich dazu stellt die aktuelle Ausrichtung eine enorme logistische Herausforderung dar. Doch Deutschland hat bewiesen, dass es Großveranstaltungen meistern kann – und die Sehnsucht nach einer weiteren WM im eigenen Land ist groß.

Die Frage ist nicht, ob Deutschland sich bewirbt, sondern wie. Die Klärung der Rahmenbedingungen durch die FIFA und die Entwicklung eines überzeugenden Konzepts sind entscheidend für den Erfolg einer möglichen Bewerbung. Der Traum von einer weiteren Fußball-WM in Deutschland ist noch lange nicht gestorben – er schlummert lediglich und wartet auf den richtigen Moment, um wieder auferstanden zu werden.