Deutscher riese schreibt march-madness-geschichte – kharchenkov jagt titel mit arizona
Ivan Kharchenkov ballt die Faust, die Arizona-Bank erbebt, 17.000 Zuschauer in San José kochen. Der 19-jährige Ex-Bayern-Münchner hämmert 18 Punkte und acht Rebounds gegen Purdue – und wird zur Leitfigur im Finaleinzug der Wildcats. Erstmals seit Niels Giffey 2014 könnte wieder ein deutscher Spieler die Trophäe in Indianapolis über den Kopf strecken.
Deutsche traditionslinie lebt auf
Die Zahl ist klein, die Wirkung riesig: Seit Henrik Rödl 1993 mit North Carolina jubelte, wartet kein Bundesbürger mehr auf den Titel. Kharchenkov, erst im ersten College-Jahr, spult das komplette Power-Forward-Repertoire ab: Pick-and-Pop, Weak-Side-Help, Transition-Three. Gegen die Boilermakers trifft er 7/11 aus dem Feld, zerlegt Trevion Williams im Switch und schließt das Viertelfinale mit einem Plus/Minus von +14 ab.
Am 4. April trifft Arizona im Final Four entweder auf Michigan mit Malick Kordel oder auf Tennessee. Das zweite deutsche Duo im Kasten. Giffey holte 2011 und 2014 den Double, Christian Ast folgte 1991/92 mit Duke – Historie wird greifbar.

Bielefeld hält frauen-traum am leben
Nicht nur die Männer. TCU schleust Clara Bielefeld ins Viertelfinale, auch wenn die 18-jährige Spielmacherin gegen Virginia noch keine Minute sah. Ihr Stellenwert für den Berlin-WM-Kader (4.-13. September) steigt proportional zur Siegesserie der Horned Frogs. Die March Madness bleibt das größte Basketball-Spektakel außerhalb der NBA – und diesmal mit deutschem Drehbuch.
