Deußer verpatzt cup-finale: otello patzt – podium noch im blick!

Fort Worth/Texas – Ein kleiner Patzer lässt Daniel Deußer im Weltcup-Finale der Springreiter zittern. Nach einem vielversprechenden Auftakt musste der deutsche Hoffnungsträger eine Stange notieren und verlor so wertvollen Boden im Kampf um das Podium. Doch der Titelverteiger von 2014 gibt sich noch nicht geschlagen.

Die konkurrenz dominiert, deußer kämpft weiter

Die konkurrenz dominiert, deußer kämpft weiter

Nach dem zweiten Platz in der ersten Prüfung kassierte Deußer auf Otello de Guldenboom in der zweiten von drei Wertungsprüfungen einen Dämpfer. Der 44-Jährige landete auf dem 13. Platz, liegt aber mit 57 Punkten auf dem geteilten vierten Rang noch im Rennen um die vorderen Plätze. Drei Punkte trennen ihn vom Franzosen Kevin Staut, der derzeit den dritten Rang belegt. Bundestrainer Otto Becker analysierte den Fehler treffend: „Ein reiner Flüchtigkeitsfehler, der aber im Weltcup-Finale eben teuer zu Buche schlägt.“

Kent Farrington aus den USA setzt seine Dominanz fort. Er siegte erneut mit seiner Oldenburger Stute Greya und hat nun acht Punkte Vorsprung auf den Schweizer Steve Guerdat. „Ich wollte mir eine bestmögliche Ausgangsposition für das Finale am Sonntagabend sichern“, erklärte Farrington, der sich sichtlich keine Blöße geben wollte. Der Sieg ist für ihn kein Selbstläufer, die Konkurrenz schläft nicht.

Rene Dittmer zeigte hingegen eine überzeugende Leistung. Mit seinem Holsteiner Cody sicherte er sich den sechsten Platz und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den sechsten Rang. Ein starkes Signal vor dem Finale. Der junge Europameister Richard Vogel, der auf Gangster Montdesir an den Start geht, kämpft hingegen mit der Abstimmung und belegt aktuell den 17. Platz. Patrick Stühlmeyer folgt auf dem 25. Rang.

Die Spannung im Weltcup-Finale ist kaum zu überbieten. Es bleibt abzuwarten, ob Deußer seine ehrgeizigen Ziele erreichen und sich noch ins Rampenlicht reiten kann. Ein entscheidender Faktor wird sein, ob er und Otello de Guldenboom im entscheidenden Ritt am Sonntagabend wieder ihre Bestform abrufen können. Die Konkurrenz ist stark, aber Deußer hat bereits bewiesen, dass er zum Kreis der Weltklasse-Springreiter gehört.