Dessau-roßlau bindet mastermind glock bis 2029 – zweitliga-klub plant nächsten sprung
Sebastian Glock bleibt, Dessau-Roßlau schlägt zurück. Der Handball-Zweitligist verlängert den Vertrag seines Managers vorzeitig bis 2029 – ein Machtwort in einer Liga, in der sich sonst meist nur Trainer und Spieler tauschen. Der Klub sichert sich damit den Architekten seiner jüngsten Erfolgsstory und signalisiert: Aufbruchstimmung ja, aber mit Plan statt mit Pauken.
Seit 2019 baut glock den drhv zum stabilen oberhaus-kandidaten um
Als Glock 2019 an die Elbe wechselte, war Dessau-Roßlau ein Fahrstuhlklub mit Hang zur Rückwärtsgang. Fünf Jahre später steht der DRHV auf Platz sieben, hat sich in der oberen Tabellenhälfte verankert und die Play-off-Träume wieder nach Sachsen-Anhalt geholt. Kein Wunder, dass sich Klub-Chef Ralf Theumer jetzt in die Karten schauen lässt: „Sebastian ist einer von uns – einer, der vorangeht und Verantwortung übernimmt.“
Die Zahl, die die Runde macht: drei Jahre plus Option – ungewöhnlich lange Planung für die 2. Bundesliga, wo Manager oft nur Kurzstreckenläufe bestreiten. Dahinter steckt ein struktureller Masterplan. Der Wirtschaftsrat will Marketing- und Organisationsstrukturen ausbauen, das Nachwuchsleistungszentrum professionalisieren und die Vermarktung auf Bundesliga-Niveau heben. Glock soll das Sagen behalten.
Für den gebürtigen Rheinländer ist der Drei-Jahres-Klub mittlerweile zweite Heimat. „Ich freue mich darauf, den Handballstandort Dessau-Roßlau nachhaltig zu entwickeln“, sagt er. Nachhaltig – das Wort fällt bewusst. Denn hinter den Kulissen arbeitet der Verein an einem neuen Hallenkonzept, das künftig 3.500 Zuschauer fassen und mit Hybrid-Beleuchtung sowie digitalen Fan-Experiences aufwarten soll. Ein Projekt, das ohne Glocks Netzwerk in Wirtschaft und Politik kaum realisierbar wäre.

Warum andere klubs jetzt nach dessau schielen
Die Vertragsverlängerung kommt zur richtigen Zeit. Mehrere Erstligisten haben den 44-Jährigen bereits auf dem Zettel, auch die Handball-Bundesliga (HBL) soll intern über Glock als möglichen Nachwuchs-Ligamanager spekuliert haben. Mit dem neuen Kontrakt zieht Dessau-Roßlau die Notbremse – und verhindert, dass der eigene Erfolgsgeist abgeworben wird.
Die Botschaft ist klar: Der DRHV will nicht nur die Play-offs, er will dauerhaft nach oben. Die nächste Transferperiode wird zeigen, wie viel Budget hinter der Strategie steckt. Klar ist: Ohne Glock keine Zukunft, mit Glock vielleicht schon bald erste Liga. Entscheidend wird sein, ob die Politik die geplante Multifunktionsarena voranbringt. Ein Nein würde selbst dem langfristig denkenden Manager Grenzen setzen.
Bis 2029 hat er Zeit. Danach könnte Dessau-Roßlau nicht mehr nur ein Zwischenstopp sein, sondern ein neues Kapitel deutscher Handballgeschichte – geschrieben von Sebastian Glock.
