Der undertaker: ein comeback, das die wrestling-welt überraschte!
Vor acht Jahren, am 8. April 2018, erlebte die Wrestling-Gemeinde einen Moment, der in die Geschichte einging: Der Undertaker, das wandelnde Denkmal des Sports, feierte bei WrestleMania 34 sein überraschendes comeback. Doch was folgte, war weit mehr als nur eine Rückkehr – es war ein Spektakel der Verwirrung, des Humors und schließlich eine Machtdemonstration, die die Erwartungen auf den Kopf stellte.
Wochenlange intrigen und cena's provokationen
Die Wochen vor WrestleMania 34 waren von einem intensiven psychologischen Spiel geprägt. Superstar John Cena hatte den Undertaker öffentlich herausgefordert, ihn bei der Mega-Show im Superdome von New Orleans zu einem Match zu stellen. Dabei geriet er sogar in einen Konflikt mit dessen Story-Bruder, Kane. Der Undertaker selbst blieb jedoch stoisch und reagierte nicht auf Cenas Provokationen, was die Spannung ins Unermessliche steigerte.
WWE nutzte diese Situation geschickt, um das Publikum weiter zu verwirren. Cena saß zunächst als Fan in der ersten Reihe und schien die Ereignisse auf der Bühne zu verfolgen. Plötzlich erhielt er eine Nachricht von einem Ringrichter, woraufhin er in Richtung Backstage eilte – ein Moment, der die Fans in helle Aufregung versetzte.
Doch dann kam die überraschende Wendung: Anstelle des Undertakers betrat der singende Bösewicht Elias die Bühne und machte sich über Cena, den Undertaker und die Fans lustig. Der Applaus wich einem Raunen, als das Licht erlosch und der „Deadman“ schließlich seinen legendären Einmarsch feierte, begleitet von der bekannten Gänsehaut-Musik.

Eine machtdemonstration des phenom
Was folgte, war alles andere als das ausgeglichene Match, das viele erwartet hatten. Der Undertaker dominierte Cena von Anfang an mit seinen charakteristischen Aktionen – Snake Eyes, Seiltanz, Chokeslam. Cenas einziger Offensiv-Move, das Five-Knuckle-Shuffle, verpuffte wirkungslos, als sich der Undertaker wie ein Zombie erhob. Mit seinem Finisher, dem Tombstone, beendete er den Kampf nach wenigen Minuten und feierte seinen 24. Sieg in 26 WrestleMania-Matches.
Der Undertaker wirkte in deutlich besserer körperlicher Verfassung als bei seiner Niederlage gegen Roman Reigns im Jahr zuvor. Diese Machtdemonstration wirkte wie ein bewusstes Gegenstück zu seinem letzten Auftritt in New Orleans 2014, als seine legendäre WrestleMania-Siegesserie durch eine Niederlage gegen Brock Lesnar endete.

Ein kurzes match, eine lange geschichte
Hinter dieser unerwarteten Wendung verbirgt sich eine interessante Geschichte. WWE hatte sich bewusst für ein kurzes Match entschieden, da ihnen bereits in der Vorbereitung klar geworden war, dass ein längeres Duell die Fans enttäuschen könnte. Die Ankündigung des Matches wurde wochenlang verzögert, um die Erwartungen gering zu halten. Der Undertaker selbst äußerte jedoch im Nachhinein, dass er sich nach einem intensiven Trainingsprogramm zu einem längeren Kampf hätte bereit erklärt fühlen. „Ich habe für 45 Minuten trainiert und fünf bekommen. Es ist, wie es ist.“
Dieses Match war nicht neu. Eigentlich war ein WrestleMania-Match zwischen Undertaker und Cena bereits für WrestleMania 32 geplant gewesen, wurde jedoch durch Cenas Verletzung verhindert. Vince McMahon hatte Cena im Jahr darauf den Vorzug gegeben. Der Traum von einem Duell dieser beiden Wrestling-Ikonen wurde also endlich wahr, wenn auch in einer unerwartet kurzen Form.
Mit seinem Ruhestand Ende 2025 hat der Undertaker ein Kapitel in der Wrestling-Geschichte abgeschlossen und eine Ära beendet, die von Mysterium, Stärke und unvergesslichen Momenten geprägt war.
