Denk im visier: lefevere rastet nach evenepoels wechsel zu red bull-bora aus

Denk im visier: lefevere rastet nach evenepoels wechsel zu red bull-bora aus

Der Wechsel von Remco Evenepoel von Soudal Quick-Step zu Red Bull-Bora-hansgrohe hat für heftige Reaktionen gesorgt. Besonders sein ehemaliger Teamchef Patrick Lefevere lässt seiner Wut freien Lauf und attackiert Red Bull-Boss Ralph Denk in deutlichen Worten.

Lefeveres vernichtende kritik an ralph denk

Im Podcast der belgischen Zeitung “La Dernière Heure” äußerte sich Lefevere ungefiltert über Denk: “Ich hasse ihn”. Er wirft Denk vor, Evenepoel zur Vertragsauflösung angestiftet zu haben und dabei die Regeln zu ignorieren. “Er ignoriert die Regeln. Es gibt Vorschriften. Und ich hoffe, dass diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, dafür auch den Preis zahlen”, so der 71-jährige Belgier. Lefevere reichte sogar eine offizielle Beschwerde bei der UCI (Internationaler Radsport-Verband) gegen Denks Vorgehen ein.

Uci unter druck: angst vor red bull?

Uci unter druck: angst vor red bull?

Lefevere kritisiert auch die UCI, die seiner Meinung nach aus “Angst” nicht gegen Red Bull einschreitet. “Die haben unbegrenzte Mittel. Wenn die UCI gegen Red Bull klagt, gehen sie pleite. Sie haben viel weniger Mittel”, argumentiert er. Die finanzielle Stärke von Red Bull scheint die UCI zu lähmen.

Parallelen zu van aert: ein lehrbeispiel

Lefevere erinnert an seine eigene Vergangenheit als Manager und nennt das Beispiel Wout van Aert. Er habe damals Van Aert nicht verpflichtet, weil dieser einen Vertrag hatte. “Wout, wenn du deinen Vertrag auflöst, bist du willkommen”, soll er gesagt haben, aber Van Aert blieb seinem Vertrag treu. Ein deutlicher Kontrast zu Evenepoels Wechsel.

Warnung an evenepoel: das gras ist nicht immer grüner

Auch an Evenepoel richtet Lefevere eine Warnung. Er verstehe, dass man irgendwann genug von seinem Umfeld habe und glaube, dass das Gras woanders grüner sei. “Leider habe ich schon oft erlebt, dass in solchen Fällen der Fahrer nach zwei Jahren darum bittet, zurückkehren zu dürfen. Ich hoffe, dass das bei Remco nicht der Fall sein wird”, so Lefevere.

Evenepoels blick nach vorn: giro d’italia und mehr

In einem Interview mit Eurosport Frankreich sprach Evenepoel kürzlich über die Giro d’Italia, seine Meinung zu den Kameramotorrädern und sein großes Ziel für dieses Jahr. Er konzentriert sich auf die sportlichen Herausforderungen und lässt die Vergangenheit hinter sich. Er scheint entschlossen, mit Red Bull-Bora-hansgrohe neue Erfolge zu feiern.

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