Delio rossi: sprung ins fontanone, di canio und die schläge – ein fußball-exzentriker blickt zurück

Rom – Delio Rossi, ein Name, der in der italienischen Fußballszene für unkonventionelle Momente und Kontroversen steht, hat in einem jüngsten Interview ein paar außergewöhnliche Geschichten aus seiner Karriere erzählt. Von Sprüngen in römische Brunnen bis hin zu hitzigen Auseinandersetzungen mit Spielern – Rossi liefert Einblicke in eine Karriere, die selten langweilig war.

Die fontanone-geschichte: ein versprechen an suor paola

Rossi erinnerte sich an das legendäre Sprung ins Fontanone, eine öffentliche Fontäne in Rom, im Dezember 2006. Dieser Akt war das Ergebnis eines Versprechens an Suor Paola, einer Respektsperson im römischen Fußballmilieu. "Jeden Donnerstagabend aßen wir alle bei Suor Paola zu Abend. Sie sagte mir, wenn wir das Derby gewinnen würden, würde sie in eine Fontäne springen. Ich antwortete, ich würde das Gleiche tun, wenn sie es tun würde. Wir gewannen das Derby mit 3:0, und ich habe mein Versprechen gehalten." Er betonte, dass Suor Paola selbst nicht anwesend war, aber die Geschichte hatte sich schnell in der Öffentlichkeit verbreitet.

Ein Mann der Emotionen: Rossi ist bekannt für seine leidenschaftliche Art und seine spontanen Reaktionen. Das Schlagen von Ljajic und die Geste an Burdisso sind ihm anzulasten, aber er sieht sich selbst als einen authentischen Trainer. "Ich bin kein Democristianer. Auf jeder Bank, auf der ich saß, war ich authentisch."

Di canio und die gelben hütchen: fußballer-eigenheiten

Di canio und die gelben hütchen: fußballer-eigenheiten

Ein amüsanter Anekdote betraf den ehemaligen Lazio-Spieler Paolo Di Canio. Während eines Trainings mit Hütchen verweigerte Di Canio die Teilnahme, weil die Hütchen nicht die richtigen Farben hatten. "Er sagte: 'Mister, ich mache das nicht. Wenn Sie die Farben nicht ändern, mache ich es nicht.' Das zeigt, wie sehr er sich mit Lazio identifizierte“, erinnert sich Rossi.

Die Lazio-Ära war geprägt von intensiven Derbys, darunter ein 3:2-Sieg im Jahr 2008, der Rossi noch heute emotional auflädt. "Wir waren immer der Underdog, aber in diesem Spiel waren sie nicht einmal in der Lage, unser Mittelfeld zu erreichen. Es war das emotionalste Spiel, das ich je erlebt habe.

Rossi gibt zu, dass er sich über die verpassten Chancen bei Sampdoria II bedauert, und betont, dass er immer sein Herzblut in seine Arbeit investiert hat. Er ist stets ein Fußballtrainer geblieben, auch wenn er eine Chance verpasst hat, Elektriker zu werden. „Wenn eine Region dich unterstützt, musst du zurückgeben.“

Die Auseinandersetzung mit Ljajic wird von Rossi als Folge ungünstiger Umstände interpretiert. „Ich habe sofort verstanden, was er gesagt hat, und ich hatte die unglückliche Situation, dass ich in diesem Moment ausrutschte, weil ich Tennisschuhe trug. Er nahm das als eine Aggression wahr. Ich habe mich später bei ihm entschuldigt, und die Beziehung zur Fiorentina blieb intakt.“

Rossi schließt eine Rückkehr zum Trainerdienst nicht aus, betont aber, dass er immer ein Mann des Fußballs sein wird. Er schätzt die Wertschätzung, die ihm in vielen Städten entgegengebracht wird, wo er einst trainierte, und sieht in der Lazio-Zeit eine besondere Verbundenheit, trotz weniger Erfolge als andere Trainer.