Davos vor dem finale: rathgeb fordert fribourg heraus!

Die Spannung ist kaum zu übertreffen: Am Samstagabend steigt das Playoff-Finale zwischen dem HCD und dem HC Fribourg-Gotteron. Nach dem souveränen Halbfinalerfolg gegen Genf stellt Verteidiger Yannick Rathgeb die Weichen für das entscheidende Duell – und warnt vor der Gefahr, sich zu früh vom bevorstehenden Abschied von Julien Sprunger mitreißen zu lassen.

Ein neuer ansatz, ein klareres spiel

Der HC Davos präsentierte sich im Halbfinal gegen Genf-Servette HC von seiner stärksten Seite. Nach einem dramatischen Viertelfinale gegen die Lakers folgte ein deutlicher Erfolg. Doch was hat das Team verändert? Yannick Rathgeb erklärt: „Genf hat ein anderes Spielsystem gespielt. Die letzten drei Spiele hätten auch auf beiden Seiten kippen können. Genf war taktisch stärker, und es war einfacher, Lösungen zu finden. Bei den Lakers wusste man nie so richtig, was kommt.“ Entscheidend waren die Tore im richtigen Moment, die das Team in einer strukturierten Spielweise erzielen konnte.

Diese Struktur bringt Vorteile für die Verteidiger mit sich. „Es wird vorhersehbarer. Du weißt, welche Wege offen sind“, so Rathgeb. Besonders die starke erste Linie von Genf erforderte höchste Konzentration, doch der klare Gameplan ermöglichte es, diese Herausforderung zu meistern.

Sprungers abschied: motivation oder druck?

Sprungers abschied: motivation oder druck?

Das Finale markiert das Ende einer Ära für Julien Sprunger, und die Fans sehnen sich nach einem Märchenabschluss. Doch wie beeinflusst dieser emotionale Aspekt die Mannschaft? Rathgeb entgegnet: „Wenn du im Finale Extra-Motivation brauchst, dann ist irgendetwas nicht ganz korrekt.“ Zwar sei der Wunsch nach einem Traum-Abschied für Sprunger und die Fans groß, doch das eigentliche Ziel bleibt unumstößlich: der Gewinn des Finales.

Rathgeb blickt zurück auf die Finalniederlage gegen Genf im Jahr 2023. „Es war relativ ähnlich. Wir haben damals das Halbfinale 4:0 gegen Zürich gewonnen und dann eine lange Pause gehabt.“ Diese Erfahrung lehrt ihn, die Intensität im Training frühzeitig wieder hochzufahren und Ruhe in den Finalspielen zu bewahren.

Die Uhr tickt: Am Samstag beginnt das Finale, und Rathgeb und sein Team sind bereit, die Herausforderung anzunehmen. Die Euphorie in der Stadt ist spürbar, doch das Team konzentriert sich auf das Wesentliche: den Sieg. Die Vergangenheit ist vergessen, der Fokus liegt auf der Gegenwart – auf dem Kampf um den Titel.