Davos demoliert zug mit 7:3 und steht vor dem sweep – genoni schon in der 15. minute raus
Der HC Davos schickt den EV Zug mit einem 7:3-Schock auf Schützenhilfe in die Sommerpause. Nach 60 Minuten Eishockey-Schlagzeile steht die Serie 3:0 – und der Sweep ist nur noch ein Sieg entfernt.
Blitzstart: 3 powerplays, 3 tore, 9 minuten
Bevor viele Zuschauer ihren Kaffee ausgetrunken hatten, war die Partie entschieden. Drei Strafen gegen Zug, drei Powerplay-Treffer, 3:0 – die Scheibe flog wie auf Kommando ins Netz. Als Yannick Frehner das 4:0 erzielte, war Leonardo Genonis Nacht vorzeitig beendet. Der Goalie-Idol wechselte sich selbst aus, 15 Minuten waren gespielt.
Frehner war nach Abpfiff trotz seinem Doppelpack nur bedingt erleichtert: Wir wollten ihnen kein gutes Gefühl geben, sagte der Stürmer und wischte den Begriff „Halbfinale“ beiseite. Ein Serie ist erst vorbei, wenn sie vorbei ist, zitierte er das alte Eishockey-Gesetz.

Shorthander genickschlag – diaz spricht von „三重 schmerz“
Zug kam im Mitteldrittel zurück auf 2:5, das Halli-Galli war kurz entflammt. Doch dann der Genickbruch: ein eigenes Powerplay, ein verlorenes Bully, ein Konter, ein Shorthander – 2:6 durch Simon Ryfors. Raphael Diaz schüttelte den Kopf: Das tut weh, tut weh, tut weh, wiederholte er wie ein Mantra. Der Routinier wusste: Die Serie ist so gut wie gelaufen.
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: In 75 Play-off-Serien mit 3:0-Führung drehte noch kein Team den Zug. Für Zug heißt es nun gewinnen oder Urlaub buchen.

Genoni-debakel, genfer see-abwehr und ein sweep auf dem silbertablett
Davos reist mit breiter Brust ins Centralplatz-Revier. Trainer Christian Wohlwend schickt seine Mannschaft auf die Scheibe wie auf eine Mission: Tiefschuss, Forecheck, Abschluss – das Drehbuch steht. Zug muss antworten, muss smarter starten, muss Genoni retten oder auf die Bank setzen. Die Frage ist nicht mehr, ob Davos das Halbfinale erreicht, sondern ob es am Freitag schon soweit ist. Der Sweep liegt auf dem Silbertablett – und die Bündner haben den Löffel bereits in der Hand.
