Davos demoliert zug, fribourg wacht auf – und ambri verliert virtanen
Der HC Davos schickt den EV Zug mit einem 7:3-Sonnenbrand vor die Sommerpause und stellt im Playoff-Viertelfinal auf 3:0. Die Serie ist damit so gut wie gelaufen – und das schon vor dem eigentlichen Halbfinale.
Davos’ powerplay wird zur shitshow für zug
Neun Minuten. Mehr brauchte Davos nicht, um dem Meister drei Powerplay-Tore einzuprügeln und Leonardo Genoni die Mondscheinshow zu verpassen. Tim Wolf kam, sah – und kassierte prompt das 0:4. Die Zentralschweizer wirkten wie ein Juniorenteam, das versehentlich in der National League landete. Colin Lindemann und Elia Riva schöpften kurz Hoffnung, doch Simon Ryfors zerstörte im Nachsitzen jede Illusion. Der Videoschiedsrichter bestätigte ein Tor, das in Davos für angebliche Goalie-Behinderung sorgte – für Josh Holden ein Grund zur Challenge, nicht zur Erleuchtung.

Fribourg findet den schalter – und verliert glauser
Melvin Nyffeler stand wie eine Mauer, doch diesmal half selbst die 32:18-Schussstatistik nichts: Fribouru-Gotteron schaltete im zweiten Spiel endlich auf Sieg. Henrik Borgström traf in Unterzahl, Jacob De La Rose und Max Streule schraubten das Ergebnis auf 4:0. Der Preis: Andrea Glauser verletzte sich im Zweikampf am Fuss und fällt womöglich für die WM aus – ein Schlag ins Kontor von Patrick Fischer.

Ambri siegt trotz virtanen-aus
Im Playout-Final deklassierte Ambri-Piotta Ajoie 6:3, büßte dabei aber Jesse Virtanen. Der Finnische Routinier verletzte sich im ersten Drittel und kehrte nicht zurück – ein Verlust, der in der Serie noch ins Gewicht fallen könnte. Die Biancoblu führen nun 2:0 und buchen den zweiten Matchpuck.
Die Botschaft an den Rest der Liga: Davos spielt sich in Form, Fribourg erwacht aus der Verschnaufpause – und Ambri zahlt den Preis für den Klassenerhalt mit blutenden Knien. Die Playoffs beginnen erst richtig, aber schon jetzt steht fest: Wer jetzt zögert, fliegt.
