Darmstadt vor bielefeld: schuhen blickt zurück auf das 'wunder'

SV Darmstadt 98 steht vor einer Schlüsselpartie im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga. Nach der Länderspielpause reist das Team an die Alm nach Bielefeld, wo Marcel Schuhen, der Kapitän der Lilien, eine besondere Erinnerung wach wird. Doch bevor die Spieler auf dem Platz stehen, gab es Zeit, mental zu regenerieren – so Schuhen.

Schuhens blick auf die vergangenheit: das bielefeld-spiel von 2014

Schuhens blick auf die vergangenheit: das bielefeld-spiel von 2014

Die Begegnung gegen Bielefeld ist für Darmstadt mehr als nur ein weiteres Spiel. Sie ist untrennbar mit dem sensationellen Aufstieg im Jahr 2014 verbunden, dem sogenannten 'Wunder von Bielefeld'. Nach einem Hinspielsieg in Darmstadt, der mit 1:3 deutlich ging, schafften es die Lilien im Rückspiel auf der Alm, das Ergebnis auf 4:2 zu drehen und damit den Aufstieg perfekt zu machen. “Das war tatsächlich das erste Spiel, das ich von den Lilien so richtig mitbekommen habe”, erinnert sich Schuhen und beschreibt die Atmosphäre als “total verrückt – im positiven Sinne.”

Die aktuelle Situation ist ähnlich spannend. Sieben Spiele entscheiden über den Aufstieg in die Bundesliga. “Sportlich sind wir jetzt in der Crunch-Time”, sagt Schuhen. “Es gibt jetzt kein Spiel mehr, wo man sagen kann: Naja, mal gucken. Es geht jetzt darum, Woche für Woche zu performen, sich auf den Gegner zu fokussieren.”

Das Fehlen von Marvin Mehlem, der aufgrund seiner roten Karte nicht mitwirken kann, bedauert Schuhen nicht im Geringsten. “Das fehlt mir gar nicht, weil der Junge so gut ist, ein fantastischer Spieler. Deswegen ist es für uns gut”, grinst der Kapitän und schickt ihm hinterher freundschaftliche Grüße. Er rechnet mit einer heißen Atmosphäre in Bielefeld. “Eine sehr gute Atmosphäre. Eine sehr energiegeladene Mannschaft, die sehr intensiv spielt, speziell zu Hause.”

Die jüngsten Erfolge des ghanaischen Nationalspielers Patric Pfeiffer, der kürzlich sein Länderspieldebüt gab, haben die Mannschaft zusätzlich gestärkt. Schuhen betont, dass der Verein und das Team Pfeiffer in den Arm genommen und ihm applaudiert haben. “Wir haben ihn in den Arm genommen. Wir haben für ihn applaudiert. Ich glaube, es ist ein Verdienst auch von der Mannschaft, nicht nur von ihm selbst, vom ganzen Verein. Er selbst zieht Energie daraus, das spüre ich.”

Trotz seines fortgeschrittenen Alters von 33 Jahren ist Schuhen stets bestrebt, sich weiterzuentwickeln. “Ich will immer gewinnen und ich will immer spielen. Und wenn du nicht gut performst und nicht gut spielst, dann bist du irgendwann raus. Und deswegen musst du immer besser werden. Das ist die einfache Formel.” So blickt er nach vorne und betont: „Es geht immer noch besser.“