Curling-schock: deutsche hoffnungen bei wm zerplatzen

Ogden/Utah – Der Traum von einer Medaille bei der Curling-Weltmeisterschaft ist für das deutsche Team jäh geplatzt. Nach einer enttäuschenden Vorrunde und einer erschreckenden Negativserie beendeten die Schützlinge von Skip Marc Muskatewitz das Turnier auf dem neunten Platz – ein Ergebnis, das weit hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Die bittere wahrheit: sechs niederlagen in folge

Die bittere wahrheit: sechs niederlagen in folge

Die WM in den USA endet für die deutsche Mannschaft mit einem bitteren Nachgeschmack. Bereits bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Apezzo verpasste das Team die Medaillenspiele knapp, doch die aktuelle Leistung in Ogden ist noch einmal ein tiefer Fall. Sechs Niederlagen in Serie – gegen Schottland (4:10), die Schweiz (6:7), Japan (4:10), Schweden (3:8), China (5:9) und Kanada (2:9) – verdeutlichen die Ausmaß der Krise. Die Hoffnung auf einen Platz unter den besten Sechs, der für die Teilnahme an der Vorschlussrunde notwendig gewesen wäre, war bereits vor den letzten beiden Spielen verpufft.

Ein Blick zurück: Das Team hatte zwar mit einigen Erfolgen begonnen, doch die Konstanz fehlte. Die besten beiden Mannschaften der Round Robin ziehen direkt in die Vorschlussrunde ein, während die Teams auf den Plätzen drei bis sechs in Playoff-Duellen um die letzten Tickets kämpfen. Doch für Muskatewitz und sein Team war diesmal kein Durchkommen.

Die Bilanz von vier Siegen und acht Niederlagen spiegelt eine insgesamt unzufriedenstellende Leistung wider. Die schmerzliche Erkenntnis: Es hätten acht Erfolge benötigt, um an der WM zu überzeugen. Die Diskrepanz zwischen dem, was erhofft und was tatsächlich erreicht wurde, ist enorm.

Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen diese Enttäuschung für den Deutschen Curling-Verband hat. Die Frage ist, ob ein Umbruch im Team oder eine Veränderung der Trainingsmethoden notwendig sind, um wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Denn eines ist klar: So kann es nicht weitergehen.