Cupra formentor diesel: sportlichkeit trifft auf reiseglück?
Die Cupra Formentor hat sich schnell einen Namen gemacht – vor allem dank ihres auffälligen Designs und der sportlichen Fahrweise. Aber wie schlägt sich die Dieselvariante, die letzte ihrer Art, im Alltag? Wir haben sie auf Herz und Nieren geprüft und verraten, ob sich der Kauf lohnt.
Ein blick unter die haube: der ea888 tdi im detail
Während die Cupra Formentor eine beeindruckende Auswahl an Motoren bietet – vom 1.5 Tsi bis zum brachialen 390-PS-Fünfzylinder – hält die Dieselvariante mit dem 2.0 Tdi Einzug in eine Zeit, in der Elektromobilität den Markt dominiert. Dieser Motor, ein Erbe der legendären Tdi-Dynastie, leistet 150 PS und bietet ein ordentliches Drehmoment von 360 Nm. Es ist die EA288 Evo Generation, optimiert für geringeren Verbrauch und bessere Emissionen.
Die Kombination mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für einen flotten Start und animiert zu einem dynamischen Fahrstil. In 9,0 Sekunden erreicht die Formentor Tempo 100, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 205 km/h. Doch ob diese Werte mit dem sportlichen Anspruch der Marke Cupra harmonieren, ist die Frage.
Ein optischer Knaller: Das Dark Night Paket
Unser Testwagen trug das Dark Night Paket, das der Formentor eine noch düsterere und aggressive Optik verleiht. Die schwarzen Felgen, die schwarze Lackierung und die subtilen Designakzente machen das SUV zu einem echten Hingucker – besonders in der pulsierenden Metropole.

Innenraum und komfort: mehr als nur ein sport-suv
Im Innenraum zeigt sich die Formentor von ihrer praktischen Seite. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, und das 12,9-Zoll-Display lässt keine Wünsche offen. Die Bedienung ist intuitiv, und auch der Slider zur Klimaregulierung, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig erscheint, zahrt sich schnell ein. Die Sportsitze bieten hervorragenden Seitenhalt und sorgen auch auf langen Strecken für Komfort.
Der Platz im Fond ist ausreichend, und der Kofferraum bietet mit 450 Litern genug Volumen für den täglichen Bedarf. Wer jedoch regelmäßig größere Gegenstände transportieren muss, wird sich über den mangelnden Platz im Kofferraum beschweren.
Das fahrgefühl: ein überraschend agiles paket
Die Cupra Formentor beweist, dass ein Diesel keineswegs langweilig sein muss. Dank des präzisen Lenkungs und des straffen Fahrwerks liegt das SUV jederzeit satt in der Hand. Das adaptiv gefederte Fahrwerk (DCC) sorgt für einen hohen Fahrkomfort, ohne dabei die Sportlichkeit zu beeinträchtigen.
Die Formentor vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle, und animiert dazu, auch mal etwas schneller zu fahren. Doch der Dieselmotor fühlt sich hier etwas eingeschränkt. Er leistet zwar seine Arbeit zuverlässig, aber er kann nicht mit der Spontanität der Benzinvarianten mithalten.
Ein Detail, das uns besonders aufgefallen ist: Die Geräuschentwicklung. Der Dieselmotor ist zwar gut geschallt, aber bei höheren Drehzahlen wird er doch etwas lauter. Auch aerodynamische Geräusche sind bei Autobahnfahrten zu hören.

Fazit: ein nischenprodukt mit charakter
Die Cupra Formentor 2.0 Tdi ist ein interessantes Nischenprodukt für all jene, die ein sportliches SUV mit Dieselantrieb suchen. Sie bietet eine gute Ausstattung, ein ansprechendes Design und ein überraschend agiles Fahrverhalten. Aber sie ist auch das Ende einer Ära – denn der Diesel wird in Zukunft kaum noch eine Rolle im Automobilmarkt spielen.
Die Formentor Dark Night überzeugt mit einer durchdachten Ausstattung und einem sportlich-eleganten Auftreten. Wer bereit ist, für dieses Gesamtpaket etwas mehr Geld auszugeben, wird mit einem vielseitigen und unterhaltsamen Auto belohnt. Der Preis für den Testwagen liegt bei 44.750 Euro – ein stolzer Betrag, aber er spiegelt die Qualität und den Exklusivitätsanspruch der Marke Cupra wider.
