Crystal palace plantelt schon den nächsten coup – iraola soll glasner beerben
Während Oliver Glasner in Leipzig Geschichte schreiben will, basteln seine Chefs schon am Nachfolger. Crystal Palace hat den Blick nach Bournemouth gerichtet: Andoni Iraola ist der Wunschkandidat für die Post-Glasner-Ära, wie Sky Sports UK erfuhr. Der Vertrag des Österreichers läuft 2025 aus, die Eagles wollen offenbar nicht bis zum letzten Tag warten.
Warum ausgerechnet iraola?
Der Baské hat die Cherries trotz Abgängen wie Billing oder Solanke stabilisiert – aktuell Rang sechs, zwei Punkte hinter Tottenham. Seine Mannschaften laufen mehr Kilometer als jede andere Premier-League-Elf, pressen früher und treffen mehr Pässe in den Zwischenlinien als Liverpool. Kurz: Iraola verkörpert den modernen, datengetriebenen Fußball, den Palace-Chef Steve Parish seit Jahren einfordert.
Doch der Klub ist nicht allein auf Brautschau. Chelsea hat laut Sky seine Liste auf fünf Namen gekürzt, Iraola steht dort ebenfalls oben. Die Blues wollen bis Mitte Juni entscheiden, Palace wiederum für den Fall der Fälle planen. Ein Poker beginnt.

Glasner bleibt heißester rohstoff
Der 49-Jährige weiß von nichts. Er bereitet das Conference-League-Finale gegen Rayo Vallecano vor, könnte mit Palace nach FA-Cup und Community Shield den dritten Titel innerhalb von zwölf Monaten holen. Das macht ihn noch begehrter: Leverkusen, Chelsea und Besiktas sondieren, sein Pokal-ROI (Titel pro Saison) liegt bei 0,6 – nur Pep Guardiola schneidet besser ab.
Die Ironie: Je erfolgreicher Glasner wird, desto größer der Druck, sich frühzeitig zu verabschieden. Palace will nicht erneut in eine Situation wie 2022 rutschen, als der Vertrag von Patrick Vieira verpuffte und man ohne Konzept dastand. Iraola wäre die Versicherung.
Am 27. Mai steht er selbst auf der großen Bühne – nicht als Zuschauer, sondern als potenzieller Königsmacher. Sollte Palace den Titel holen, dürfte Glasner die nächste Jobofferte kaum ablehnen. Dann muss Parish nur noch einen Anruf nach Bournemouth tätigen. Die Zukunft ist längst verhandelt, nur der Zeitpunkt fehlt noch.
