Cottbus vor dem aufstieg: so tickt der fcc im finale!
Energie Cottbus steht vor
dem größten Auftritt der jüngeren Vereinsgeschichte: Das Aufstiegsfinale in Regensburg. Nach einer Saison voller Höhen und Tiefen wittert der FCC nun die Chance, nach zwölf Jahren wieder in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Doch der Weg dorthin ist noch heiß umkämpft.
Die taktik gegen die domstädter: keine panik, sondern klare köpfe
Trainer Claus-Dieter Wollitz hat in dieser Woche seine Mannschaft eindringlich dazu aufgerufen, sich nicht vom Druck überwältigen zu lassen. „Wir sollten uns nicht verrückt machen, weil wir etwas verlieren könnten. Wir haben schon alles gewonnen. Und jetzt geht es um das absolute i-Tüpfelchen“, betonte der erfahrene Coach. Die Cottbuser wollen ihre Stärken ausspielen und sich nicht von der Atmosphäre im ostbayerischen Stadion blenden lassen.
Besonders freuen kann sich Wollitz auf die Rückkehr von zwei Schlüsselspielern: Tolcay Cigerci, der am vergangenen Spieltag noch gesperrt fehlte, und Kapitän Axel Borgmann, der ebenfalls eine gelbrote Karte erhalten hatte. Cigerci, der mit 17 Treffern und 16 Vorlagen maßgeblich an den Erfolgen der Mannschaft beteiligt war, wurde zudem als bester Spieler der Liga ausgezeichnet. „Das ist die größte Auszeichnung, die ich in meinem Leben bislang bekommen habe. Aber das ist nicht nur eine Auszeichnung für mich, sondern für das ganze Team“, so der Mittelfeldmotor.
Borgmann: „Kopfentscheidungen sind entscheidend“
Auch Borgmann ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst. „Aus Erfahrung weiß ich, dass es am letzten Spieltag nicht immer um die Tabellenkonstellation geht, sondern sehr viel der Kopf entscheidet“, erklärte der Kapitän. Die Cottbuser müssen ihre Nervosität in Energie umwandeln und konzentriert agieren, um ihre Chance auf den Aufstieg zu nutzen.
Die Konkurrenz schläft nicht: Während Cottbus in Regensburg gastiert, müssen Essen bei Absteiger Ulm ran und die ambitionierten Duisburger empfangen Viktoria Köln. Doch Wollitz und seine Mannschaft wollen sich nicht von den Ergebnissen anderer Partien beeinflussen lassen. „Wir sind Zweiter und haben 20 Punkte mehr geholt. Dennoch brauchen wir am Samstag Intensität in unserem Spiel“, forderte der Trainer.
Mit mindestens 6.000 Fans im Rücken reist Energie Cottbus am Freitagmittag nach Regensburg. Ein Sieg und der Traum von der 2. Bundesliga wird für die Fußball-Lausitz Wirklichkeit. Die Unterstützung der Anhänger ist enorm und wird den Cottbusern sicherlich einen zusätzlichen Schub geben. Es ist mehr als nur ein Spiel – es ist eine Chance, Geschichte zu schreiben.
