Corvi-comeback: hcd-star sticht im playoff-final hervor!
Davos – Was für ein Comeback! Nach einer langen Verletzungspause hat der HCD-Star Enzo Corvi im alles entscheidenden Playoff-Final gegen Freiburg nicht nur sein Team, sondern auch die gesamte Eishockey-Szene überrascht. Zwei Assists und eine überzeugende Leistung beim wichtigen Auswärtssieg – ein Zeichen, dass der 33-Jährige dem HCD auch in der entscheidenden Phase der Meisterschaft helfen kann.
Die bürde der zwangspause und die nervosität des wartens
Drei Monate lang musste Corvi vom Rand aus zusehen, wie seine Mannschaft kämpfte. Eine Nackenverletzung hatte ihn außer Gefecht gesetzt und ihn zu einem passiven Beobachter gemacht. „Es war brutal, die Spiele nur zu beobachten“, gesteht er im Gespräch mit Blick. Die Ungewissheit, nicht eingreifen zu können, trieb ihn an. Er gab zu, oft nur zwei Drittel der Spiele schauen zu können, da die Nervosität zu groß wurde.
Doch am 24. April war es soweit: Corvi wagte trotz minimaler Vorbereitung sein Comeback. „Es ist ein bisschen aus dem Nichts gekommen“, so der Stürmer. Das Coaching- und Medical-Staff erarbeiteten gemeinsam einen Plan, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Mehr als nur eishockey: vaterglück und der traum vom titel
Die Rückkehr aufs Eis war nicht die einzige positive Nachricht im Leben von Enzo Corvi. Nur wenige Tage zuvor, am 6. April, erblickte seine Tochter Nova das Licht der Welt. „Es ist mega schön“, strahlt er. „Ich schlafe vielleicht nicht so gut in der Nacht, aber es war ein cooles Erlebnis.“ Ein Moment des Glücks, der ihm zusätzliche Kraft für die anstehenden Herausforderungen gibt.
Corvi selbst betont bescheiden seine Rolle im Team: „Ich wollte dem Team einfach helfen – Bullys gewinnen, defensiv sauber spielen.“ Seine Teamkollegen unterstützen ihn dabei, indem sie ein bisschen mehr für ihn laufen, ihm so Zeit verschaffen, das Spiel zu lesen und entscheidende Pässe zu spielen. Die Chemie im Team stimmt, und das macht sich bezahlt.
Die Leistung von Corvi, trotz seiner körperlichen Einschränkungen, unterstreicht, warum er zu den besten Schweizer Hockeyspielern zählt. Er blickt stolz auf die Teamleistung: „Wir kämpfen füreinander, Aeschlimann macht hinten dicht. Es ist einfach geil, für dieses Team zu spielen.“

Jetzt erst recht: der traum vom meistertitel
Der HCD hat zwei Chancen, den 32. Meistertitel zu holen. Für Corvi wäre es der perfekte Abschluss eines bewegenden Monats. „Das wäre natürlich schön“, sagt er lächelnd. Das Team steht kurz vor dem Ziel, und mit einem Enzo Corvi, der nicht bei 100 Prozent sein muss, um den Unterschied zu machen, scheint für den HCD alles möglich. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann der Jubel in Davos ausbrechen wird. Die Fans dürfen gespannt sein.
