Cornellà: hassangriffe überschatten spanien-spiel – ermittlungen laufen!
Die Atmosphäre im RCDE Stadium von Cornellà war am vergangenen Wochenende alles andere als sportlich. Während die spanische Nationalmannschaft gegen Ägypten einen Sieg feierte, überschatteten hässliche, rassistische Parolen das Spielgeschehen. Ein interner Bericht der spanischen Fußball-Föderation zeichnet ein erschreckendes Bild der Ereignisse und lenkt den Fokus auf eine bestimmte Gruppe innerhalb des Stadions.

Der ursprung des unmuts: die gruppe 'barcelona mit der selección'
Laut dem Bericht entfachten die problematischen Rufe in den Sektoren 108, 109 und 110 des unteren Gol Cornellà. Konkret werden vier denselben Ursprung zuordbare Parolen genannt: „Pedro Sánchez, Sohn der vier Buchstaben“, „Spanien katholisch und nicht muslimisch“, das bereits bekannte „Muslim ist, wer nicht dribbelt“ und schließlich beleidigende Rufe gegen Spieler Joan García. Als Quelle dieser Eskalation wird die Gruppe 'Barcelona mit der Selección' identifiziert, die in diesem Bereich des Stadions saß.
Diese Gruppe, die offenbar knapp 1.900 Tickets über einen reduzierten Kanal erworben hat – mit einem Rabatt von rund 40 % für Espanyol-Mitglieder – hatte bereits vor dem Spiel Ärger mit den Stadionbetreibern. Der Versuch, professionelle Kameras, Masten und Megafone einzuschmuggeln, wurde untersagt, ebenso die Forderung nach persönlichen Daten im Austausch für Trommeln. Die Deaktivierung der üblichen Lautsprecheranlage in diesem Bereich trug zusätzlich zu der angespannen Stimmung bei.
Der Vorfall hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Der Schiedsrichter wurde in der Halbzeitpause informiert, was zur Aktivierung des UEFA-Protokolls führte. Die Föderation kontaktierte die Sicherheitschefin des Espanyol, um die Verantwortlichen zu identifizieren, während ein hochrangiger Beamter das Schiedsrichterteam über die Situation informierte. Nach der Pause wurden über die Stadionanzeigen Warnungen ausgesprochen, und der Rest des Stadions reagierte mit Buhrufen, die den Ursprung der Beleidigungen isolierten.
Die Ermittlungen gehen nun in vollem Umfang weiter. Die Mossos d’Esquadra analysieren Bilder, Videos und soziale Medien, um die Täter zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft für Hass und Diskriminierung wird entscheiden, ob eine Strafanzeige erhoben wird. Sollte dies nicht der Fall sein, wird das administrative Verfahren im Rahmen der Gesetzgebung gegen Gewalt, Rassismus und Xenophobie im Sport in die Wege geleitet.
Doch die Auswirkungen des Vorfalls gehen weit über die sportlichen Aspekte hinaus. Marokko nutzt die Ereignisse, um seine Chancen auf die Ausrichtung des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 zu stärken. Medien in Marokko betonen die „zahlreichen rassistischen Vorfälle in spanischen Stadien“ und äußern Besorgnis über die Fähigkeit Spaniens, dieses Problem zu bekämpfen. Die FIFA soll sich der Lage bewusst sein. Ein Wettlauf um den prestigeträchtigen Titel ist eröffnet, und der Fall Cornellà könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Die Strafverfolgungsbehörden der FIFA sehen das Verhalten der Fans als Verstoß gegen den Disziplinarcode, der Verstöße gegen die Würde oder Integrität eines Landes, einer Person oder einer Gruppe von Personen ahndet. Mögliche Strafen reichen von Geldstrafen über teilweise Sperrung von Tribünen bis hin zur Reduzierung der Zuschauerzahl bei Heimspielen. Der Schatten der Hassparolen liegt weiterhin über Cornellà, und die Frage ist, ob der spanische Fußball seine Fähigkeit unter Beweis stellen kann, mit solchen Vorfällen effektiv umzugehen.
