Corberán-dilemma: sadiq und duro – ein unlösbares puzzle?
Valencia CF bangt. Nicht vor dem Abstieg, sondern vor einer Konstellation, die Trainer Carlos Corberán Kopfzerbrechen bereitet: die Koexistenz seiner beiden Stürmer, Sadiq Sanogo und Hugo Duro. Die Zahlen sind eindeutig und lassen wenig Raum für Interpretationen – eine Zusammenarbeit der beiden scheint schlichtweg nicht zu funktionieren.

Die bittere realität auf dem platz
Seit Sadiq Sanogos Ankunft im Wintertransferfenster haben die beiden Angreifer lediglich rund 30 Minuten gemeinsam auf dem Rasen verbracht. In vier Partien, in denen sie nebeneinander standen, war ihr Beitrag minimal. Das Ergebnis: 14 Niederlagen und 9 Unentschieden bei nur 10 Siegen – eine Saison voller Entbehrungen. Auffällig ist, dass Corberán trotz der mislichen Lage stets auf einen zweiten Stürmer hinter dem etablierten Duo setzte, sei es Beltrán, Guerra oder Ramazani. Die Frage, warum er die beiden Top-Stürmer nicht zusammenbringt, bleibt unbeantwortet.
Sadiq Sanogo debütierte im Januar gegen Elche und bestritt seitdem 15 Spiele, darunter sieben als Stammspieler. Er steuerte drei Tore und drei Assists bei. Seine beste Phase war eine Serie von vier Spielen in der Startelf. Hugo Duro, der weiterhin als bester Torschütze der Saison glänzt, weist ähnliche Statistiken auf: sieben Startelfeinsätze und drei Tore – ebenfalls seit Sadiq's Ankunft. Doch die Chemie stimmt nicht, wie Corberán betont.
Die meisten Wechsel sind vorhersehbar: entweder der eine ersetzt den anderen, aber ein gemeinsamer Startelfeinsatz kommt nur in Ausnahmefällen vor. Es scheint, als ob die beiden Spieler nicht harmonieren, als ob sie unterschiedliche Spielstile haben, die sich gegenseitig behindern. Die Konsequenz ist eine fehlende Flexibilität im Angriff und eine geringere Torgefahr.
Beide Spieler haben noch bis 2028 Verträge bei Valencia CF. Angesichts der Tatsache, dass Corberáns Verbleib ebenfalls für die kommende Saison wahrscheinlich ist, stehen die Zeichen auf einen Kompromiss: entweder Sadiq oder Duro, aber nicht beide gleichzeitig. Denn so, wie es im Moment aussieht, ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit schlichtweg ausgeschlossen.
Die Verantwortlichen müssen sich nun fragen, ob eine Trennung im Sommer unausweichlich ist, um den Kader zu optimieren und die Offensive zu stärken. Die Fans sehnen sich nach einer funktionierenden Mannschaft, die in der Lage ist, regelmäßig zu punkten. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass das Puzzle noch lange nicht gelöst ist.
