Conte schlägt cagliari und schickt napoli auf titelkurs

Ein Gedankenblitz, ein Schritt auf dem Rasen – und plötzlich steht der SSC Napoli wieder da, wo er hingehört: auf Champions-League-Kurs und nur noch sechs Punkte hinter der Inter. Antonio Conte ließ nach dem knappen 1:0 gegen Cagliari keinen Zweifel: Die Partita war kein Kunstwerk, aber ein Dreier ist ein Dreier.

Conte sprach offen über die Schwächen seines Teams. „Wir haben zu viele einfache Pässe vermasselt, waren qualitativ schlampig“, sagte er bei DAZN. Der Gegner lauerte nur auf den Fehler, doch der kam nicht. Cagliari schoss nicht einmal ein Mal aufs Tor – eine Statistik, die selbst in Zeiten tiefester Defense-Renaissance selten ist. Dennoch: Bis zur 89. Minute war die Anspannung greifbar, weil die Azzurri das 2:0 nicht nachlegten.

De bruyne sticht, rrahmani und di lorenzo fehlen

De bruyne sticht, rrahmani und di lorenzo fehlen

Der Blick geht nach vorne, aber auch auf die Krankenstation. Kevin De Bruyne zeigte beim Kurzeinsatz schon wieder die volle Klasse – „sehr gut“, so Conte. Anguissa und McTominay hingegen sind noch nicht auf Top-Niveau, Lobotka kam nach zweiwöchiger Zwangspause nur mühsam rein. Für Rrahmani und Di Lorenzo hofft der Trainer auf eine Rückkehr vor Saisonende. Bei Neres sieht es nach Meniskus-OP schlechter aus – ein Verlust, der im Sprintfinish wiegt.

Die Rechnung ist dennoch simpel: Acht Spiele, Platz vier ist Pflicht, Platz zwei erlaubt zu träumen. „Wir haben sieben Monate lang dagehalten, obwohl wir nie komplett waren“, sagte Conte. „Jetzt heißt es: erst Champions League sichern, dann schauen, wie weit der Blick reicht.“

Die Konkurrenz schläft nicht. Inter und Milan müssen noch nachlegen, doch der Druck ist jetzt auf ihrer Seite des Tisches. Napoli hat die Momentum-Phase erwischt – und Conte weiß: In der Schlussphase zählen nicht Schönheitsfehler, sondern Punkte. Die haben sie geholt. Der Rest ist Zukunftsmusik, laut genug, um die Meisterschaft noch einmal zum Klingen zu bringen.