Conceiçao enttarnte: milan-kritik und lazio-sympathie!
Mailand – Sergio Conceiçao, der ehemalige Coach des AC Mailand, hat in einem Interview mit La Repubblica die Turbulenzen während seiner kurzen Amtszeit bei den Rossoneri scharf kritisiert. Die Aussagen des Portugiesen werfen ein Schlaglicht auf die internen Probleme, die zum vorzeitigen Ende seiner Trainerkarriere in Mailand führten.
Die supercoppa-illusion und der schnelle absturz
Conceiçao betonte, dass er eine schwierige Aufgabe übernommen habe, nachdem Fonseca gescheitert war. „Ich wurde engagiert, um eine Arbeit zu beenden, in der Fonseca Schwierigkeiten hatte. Ich fand eine Mannschaft, die arbeiten wollte“, erklärte er. Der Gewinn der Supercoppa Italiana gegen Juventus und Inter schien ein vielversprechender Start, doch die Freude währte kurz. Schon ein Unentschieden gegen Cagliari reichte aus, um Gerüchte über seinen Nachfolger in Umlauf zu bringen – Gerüchte, die unbeachtet ließen. „Es war nicht einfach, mit einem Umfeld zu spielen, in dem die Fans die Kurve verließen und die sozialen Medien die Spieler erreichten.“

Instabilität als gift für den erfolg
Die Worte des Portugiesen sind ein deutliches Signal: Die fehlende Stabilität im Verein, sowohl auf der Tribüne als auch in der Öffentlichkeit, habe die Mannschaft negativ beeinflusst. „Wenn die Gesellschaft nicht stark ist, kann auch der Umkleideraum nicht stark sein“, so Conceiçao. Er verglich die Situation in Mailand mit seiner Zeit beim FC Porto, wo er unter einem langjährigen und erfahrenen Präsidenten arbeitete, der dem Verein Stabilität und Struktur verlieh. Der Kontrast konnte nicht größer sein.

Ein herz für die lazio
Neben der Kritik am AC Mailand äußerte sich Conceiçao auch zu anderen Themen. Er zeigte sich stolz auf seinen Sohn Francisco, der beim SSC Neapel unter anderem von Trainer Spalletti gefördert wird. Ein besonderes Augenmerk richtete er auf das Wiedersehen mit Cristiano Ronaldo, das er als „einen sehr schweren Moment für uns beide“ bezeichnete. Doch der überraschendste Moment kam, als er bei der Frage nach der Coppa Italia Finale seine Sympathien aussprach: „Mein Herz schlägt ein bisschen mehr für die Lazio, die Mannschaft, mit der ich als Spieler am erfolgreichsten war.“
Conceiçao’s Aussagen sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass der AC Mailand unter seiner Ägide mit internen Problemen zu kämpfen hatte, die letztendlich zu seinem vorzeitigen Abschied führten. Die Lazio, seine ehemalige Wirkungsstätte, scheint ihm da näher zu stehen.
