Coletta rydzek verpasst finaleuphorie – sechster platz in lake placid
Coletta Rydzek fuhr zum letzten Sprint der Saison nach Lake Placid – und verließ den Kurs als Sechste. Kein Podest, keine Medaille, nur der bittere Nachgeschmack einer verpassten Chance. Die 26-Jährige hatte sich zwar souverän für das Finale qualifiziert, doch im entscheidenden Moment fehlte die explosivität. Die Schwedinnen um Linn Svahn dominierten das Rennen erneut, wie schon in Italien.
Rydzek bleibt hinter den eigenen ansprüchen
Rydzek selbst wirkte nach dem Rennen wie leergefahren. „Ich wollte angreifen, aber die Beine haben nicht mehr mitgemacht“, sagte sie mit sichtlich eingeschränkter Stimme. Ihre Teamkollegin Laura Gimmler, mit der sie in Peking noch Bronze holte, landete nur auf Rang 19. Ein Déjà-vu mit bitterem Beigeschmack.
Katharina Hennig Dotzler schied bereits in der Qualifikation aus – und das, obwohl sie als Olympia-Siegerin im Teamsprint von 2022 eigentlich zu den Hoffnungsträgern gehörte. „Eines der härtesten Rennen meiner Karriere“, gestand sie nach der Tortur. Für das morgige 20-Kilometer-Rennen wird sie voraussichtlich nicht mehr antreten. „Keine Energie, keine Power“, lautet ihr Fazit.

Pellegrino gewinnt – stölben verpasst halbfinale knapp
Bei den Männern setzte sich der 35-jährige Italiener Federico Pellegrino durch. Jan Stölben wurde 16. – nur drei Zehntel fehlten zum Halbfinaleinzug. Elias Keck sicherte sich mit Rang 24 sein bestes Weltcupergebnis überhaupt. Ein kleiner Lichtblick in einem ansonsten enttäuschenden deutschen Sprinttag.
Rekord-Olympiasieger Johannes Høsflot Klæbo verzichtete auf einen Start – ein Zeichen dafür, dass auch die Besten ihre Grenzen kennen. Für Rydzek bleibt nur die Erkenntnis: Die Saison endet, wie sie begann – mit Schweden auf dem Podest und Deutschland außerhalb.
