Coco gauff brennt im arm auf und bricht in indian wells zusammen

Ein Schrei, ein Halt, dann nichts mehr. Coco Gauff schleppte sich in Indian Wells mit dem linken Arm wie einem glühenden Eisen vom Court, ihre Tränen mischten sich mit dem Wüstenstaub Kaliforniens. Nach 54 Minuten war Schluss – 2:6, 0:2 gegen Alexandra Eala, philippinische Aussenseiterin, plötzlich Halbfinale-Kandidatin, weil die Weltranglisten-Vierte aufgab.

Das feuerwerk im körper

„Es fühlte sich an, als würde mein Arm explodieren“, sagte Gauff, 21, und ihre Stimme zitterte nur noch. „Jeder Schlag war wie ein Streichholz, das das Feuer neu entfacht.“ Die Schmerzen hätten bereits im zweiten Game des ersten Satzes eingesetzt, sich dann wie ein Brand ausgebreitet – bis in die Schulter, bis in die Fingerspitzen. Selbe Seite, gleiches Bein, gleicher Schwung – und plötzlich funktionierte nichts mehr.

Ärzte vermuten eine nervale Komplikation, MRT-Termin steht an. Es ist nur die zweite Aufgabe ihrer Profikarriere, die erste war 2022 in Cincinnati. Doch die Zahlen interessieren sie gerade wenig. „Ich wollte kämpfen, aber mein Körper hat Nein gesagt“, erklärte sie und presste die Lippen aufeinander, als würde sie das Wort „Aufgabe“ noch einmal zurückschlucken wollen.

Eala gewinnt, aber der sieg schmeckt bitter

Eala gewinnt, aber der sieg schmeckt bitter

Alexandra Eala, 19, bekommt das Aufeinandertreffen mit der Idol nicht so geschenkt, wie es aussieht. „Ich habe Coco angeschaut und gesehen, dass sie nicht mehr bei sich war“, sagte sie später. „Niemand will auf diese Weise gewinnen – und niemand will so verlieren.“ Das junge philippinische Talent steht erstmals im Achtelfinale eines WTA-1000-Turniers, doch ihre Freude wird von Mitgefühl überschattet.

Für Gauff tickt jetzt die Uhr bis Miami. Die US-Amerikanerin will in zwei Wochen auf dem selben Kontinent zurückkehren – „wenn der Arm wieder mein Freund ist und nicht mein Feind“, wie sie mit einem schiefen Lächeln sagte. Bis dahin bleibt nur das Bild eines Stars, der mitten im Wüstenwind plötzlich lichterloh brennt – und ausbrennt.