City feiert titelhoffnungen – rooney kritisiert jubel als „übertrieben“
Manchester – Die Luft in Manchester knisterte nach dem 2:1-Sieg gegen Arsenal nicht nur vor Erleichterung, sondern auch vor Kontroversen. Während die Citizens den Sieg ausgelassen feierten, sorgten die Darbietungen auf dem Rasen für gemischte Reaktionen – insbesondere bei einigen ehemaligen Profis.

Kritik aus der britischen fußball-schmiede
Wayne Rooney, der frühere englische Stürmerstar, äußerte sich wenig schmeichelhaft zu den Feierlichkeiten der City-Mannschaft. Er nannte den Jubel „ein wenig übertrieben“, was in den sozialen Medien für Diskussionen sorgte. Auch Danny Murphy, einst im Dienste von Liverpool, schloss sich der Kritik an und fand, dass die Szenen auf dem Platz „etwas zu viel“ gewirkt hätten. Doch Pep Guardiola ließ sich von dieser Kritik nicht beirren.
„Die Leute können sagen, was sie wollen, auch dumme Dinge“, konterte der City-Trainer auf der Pressekonferenz. Seine Worte waren klar: Die Mannschaft habe den Sieg gefeiert, weil sie wisse, wie stark der Gegner sei. Ein Statement, das die Entschlossenheit des Teams unterstrich.
„Für uns war das ein Finale“, betonte Guardiola. Die Partie gegen Arsenal habe eine besondere Bedeutung gehabt. „Sie wussten, wenn wir nicht gewinnen, ist es vorbei“, erklärte der Spanier. „Jetzt haben sie gewonnen und sind noch im Rennen. Wie sollten sie das nicht feiern?“ Die Bilder sprachen für sich: Torjäger Erling Haaland feuerte die Fans an, Keeper Gianluigi Donnarumma sprang in die Menge. Guardiola machte deutlich, dass er von Zurückhaltung wenig hielt.
„Man soll erst am Ende der Saison feiern? Komm schon“, sagte er mit einem Augenzwinkern. „Ich habe meinen Spielern gesagt, sie sollen nach jedem Spiel zu den Fans gehen und den Moment genießen.“ Denn was brächte es, die Emotionen nicht auszuleben? Sollte man nur einmal im Jahr, am Ende einer erfolgreichen Saison, jubeln? Das erschien Guardiola wenig sinnvoll. Vielmehr betonte er, dass Emotionen zum Fußball dazugehören, insbesondere bei Spielen dieser Kategorie. „Jeder wusste, was für ein Spiel das war. Es war ein Finale. Für uns war es ein Finale“, so Guardiola. „Vielleicht nicht für sie, aber für uns schon. Und natürlich musst du das dann feiern.“
Die Nerven liegen blank, die Spannung ist greifbar. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Manchester City den entscheidenden Schritt im Titelrennen der Premier League machen kann. Roy Keane, die Premier-League-Legende, hat indes Arsenals Mentalität im Titelrennen bereits scharf kritisiert. Die Gunners stehen nun vor einer gewissen Bewährungsprobe, um den Druck standzuhalten und ihre Titelhoffnungen am Leben zu erhalten. Die Frage ist: Werden sie aus ihren Fehlern lernen und sich zurückkämpfen, oder wird City die Chance nutzen und die Meisterschaft in trockene Tücher wickeln?
