Chukwuemeka wechselt zu öfb: rangnicks nächster coup vor der wm
Die Nachricht kommt ohne große Ankündigung, aber mit Brisanz: Carney Chukwuemeka läuft künftig in Rot-Weiß auf. Der 22-jährige Dortmunder Mittelfeldspieler hat seinen Verbandswechsel nach Österreich eingereicht – und könnte damit schon Ende März gegen Ghana und Südkorea sein Debüt für den ÖFB geben.
Ein Eintrag im FIFA-Portal bestätigt den Wechsel. Bislang trug Chukwuemeka nur das Trikot der englischen Jugendnationalteams, wurde 2022 mit der U19 Europameister. Doch die Heimat seiner Eltern und seine eigenen Wurzeln im burgenländischen Oberpullendorf öffnen ihm nun ein neues Kapitel.
Ein burgenländer in der premier league
Geboren in Österreich, aufgewachsen in England – und nun zurück zur Herkunft. Die Eltern des Mittelfeldspielers stammen aus Nigeria, weshalb auch die Super Eagles jemals eine Option waren. Doch Chukwuemeka entscheidet sich für das Land, in dem er die ersten zwei Lebensjahre verbrachte. Für Ralf Rangnick ist das der zweite Zugewinn innerhalb einer Woche, nachdem auch Paul Wanner seinen Verbandswechsel nach Wien vollzog.
Die Entscheidung ist kein Symbolschritt. Sie ist ein Machtsignal. Mit 25 Millionen Euro Marktwert ist Chukwuemeka laut transfermarkt.de nur hinter Konrad Laimer der zweitteuerste Spieler im ÖFB-Kader. Ein Mittelfeldspieler mit Premier-League-Erfahrung, der in Dortmund zuletzt an Einsätzen zulegte – und nun vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko steht.

Österreichs gruppe j: argentinien wartet
Die österreichische Mannschaft hat sich in der Qualifikation gegen Bosnien, Rumänien, Zypern und San Marino durchgesetzt. Bei der WM trifft sie in Gruppe J auf Titelverteidiger Argentinien, Algerien und Jordanien. Chukwuemekas Einsatzchancen sind realistisch. Rangnick setzt auf junge, dynamische Kräfte – und der BVB-Profi bringt genau das mit: Ballannahme unter Druck, Tempo im Umschaltmoment, Laufstärke.
Die ÖFB-Führung um Sportdirektor Peter Schöttl reagiert zurückhaltend, aber sichtlich zufrieden. „Wir haben keine großen Tamtam gemacht, aber wir haben gehandelt“, heißt es intern. Chukwuemeka selbst schweigt bislang öffentlich – was bei Spielern, die zwischen Nationen wählen, nicht unüblich ist. Die Entscheidung ist gefallen. Die Weltmeisterschaft rückt näher. Und Rangnick hat wieder einen Grund zur Ruhe.
Die WM-Ticketvergabe ist hart. Aber mit Chukwuemeka und Wanner hat Österreich plötzlich zwei Spieler, die anderswo Stammbriefmarken wären. Das ist kein Nebenschauplatz mehr. Das ist ein Kader, der mitspielen will.
