Chivu zerpflückt milan-derby: thuram fiebert, lautaro kommt – und dumfries will minuten

Mailand zittert vor dem 174. Derby, doch Inter-Coach Cristian Chivu liefert schon 48 Stunden vor dem Anpfiff die wahre Drama-Vorlage. Marcus Thuram liegt im Fieber, Hakan Calhanoglu kämpft mit der Uhr, und Denzel Dumfries? Der Holländer wirkt wie ein Rennwagen ohne Asphalt – vollgetankt, aber ohne Rennstrecke. Die Botschaft des Rumänen an die Nerazzurri war klar: „Wir brauchen jeden einzelnen, aber niemand wird gejagt.“

Thuram bleibt fraglich, lautaro eilt zurück

Der Franzose konnte wegen erhöhter Temperatur nicht trainieren. Chivu: „Wir hoffen, dass er morgen wieder bei 100 Prozent ist.“ Die K.o.-Phase der Saison lässt keine Verschnaufpause zu – und genau das wissen auch die Mediziner. Lautaro Martínez hingegen nähert sich täglich dem Kader an. Der Captain absolviert bereits Teile des Mannschaftstrainings und fungiert als mentaler Turbo: „Er hilft uns, auch außerhalb des Platzes.“

Calhanoglu profitierte von der 60-Minuten-Einlage in Como. Chivu lobt die Laufleistung, mahnt aber: „Rhythmus kommt nur mit Spielzeit.“ Der türkische Regisseur wird wohl von Anfang an ran, doch die Frage ist: Wie lange hält der Tank?

Dumfries’ knie ist gesund, der kopf will mehr

Dumfries’ knie ist gesund, der kopf will mehr

Drei Monate Pause nagten an der Selbstvertrauens-Muskulatur des Niederländers. Chivu beschreibt den Flügelsturm als „physisch bereit, aber spielfrei“. Die Lösung: Kurze Einwechslung, hohe Intensität. „Er braucht Minuten, um die automatischen Abläufe wieder zu spüren“, so der Coach. Die Alternative wäre Darmian rechts, doch der Veteran verleiht keinen Nachschub an Tempo.

Im Tor wartet Sommer auf seine Premiere im Derby, vorne könnte Arnautovic neben Thuram oder als Joker wirbeln. Die Marschroute ist klar: früh pressen, Milan in deren Hälfte einmauern und die zentralen Räume dichtmachen. Chivu betonte: „Derby bedeutet nicht Pokal-Philosophie, sondern Leidenschaft mit System.“

Die Zahlen sprechen für Inter: seit 2022 nur eine Niederlage gegen die Rossoneri, 13 Tore in den letzten fünf Vergleichen. Doch Statistik zählt kein Fieber, keine Fragezeichen. Sonntag um 20:45 Uhr wird im San Siro wieder Geschichte geschrieben – mit oder ohne Thuram, mit oder ohne Drehbuch. Die Stadt-Mailand hält den Atem an, Chivu plant schon die nächste Pressekonferenz – voraussichtlich mit Siegerlächeln.