Chemnitz bricht fluch mit jena dank umstrittener rote karte

Stark dezimiert, mit Nachwuchs am Spielfeldrand und nur fünf Wechselspielern schlägt der Chemnitzer FC den Aufstiegsaspiranten Carl Zeiss Jena 4:1. Der Knackpunkt: eine Rote Karte gegen Jena kurz vor der Pause, die bei den Thüringern für kollektiven Kater sorgt.

Elfmeter und platzverweis – schiedsrichter-entscheidung spaltet die lager

Maurice Hehne reißt Dejan Bozic im Strafraum, Schiedsrichter Johannes Schipke zeigt sofort auf den Punkt und schickt den Jenaer Innenverteidiger mit Rot vorzeitig unter die Dusche. Die Doppelbestrafung wirkt nach den verschärften Regeln der letzten Saison wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Der Elfmeter ist korrekt, die Rote Karte wirkt verschärft – und wird zum Game-Changer.

Bozic verwandelt selbst, gleicht zum 1:1 und entzaubert die bis dahin dominante Jenaer Elf. Emeka Oduah hatte die Gäste nach einer Doppel-Schürze von Kevin Lankford per Direktabnahme in Führung gebracht. Doch mit einem Mann weniger verliert Jena die Kontrolle, Chemnitz das Schneckenhaus.

Nach der pause wird’s rabenschwarz für jena

Nach der pause wird’s rabenschwarz für jena

Tom Baumgart schlenzt eine hereingewehte Ecke volley aus 18 Metern ins Netz – 2:1. Der Schuss erinnert an Arjen Robbens legendäre Bude für Bayern 2010 gegen Manchester United. Nur fünf Minuten später stopft Tobias Stockinger nach Krämer-Patzer das dritte Geschenk ein. Nach Schiri-Drama, vor Schiri-Abpfiff: Leon Damer krönt den Abend mit einem Freistoßknaller zum 4:1-Endstand.

Chemnitz beendet damit eine Serie von drei Pleiten, während Jena 13 Punkte hinter Spitzenreiter Lok Leipzig verharrt. Die Aufstiegsträume der Thüringer platzen vorzeitig. Trainer Benjamin Duda jubelt: „Mein größter Sieg hier.“