Chelsea-blamage gegen psg: leak, kollaps und ein trainer, der die bombe zündet

2:5 in Paris, Startelf schon vorab in den sozialen Netzen – und jetzt auch noch Maulwurf-Alarm. Liam Rosenior stand vor den Mikros wie ein Mann, der weiß, dass seine eigene Bank ihm brenzlig wird.

Psg zerlegt chelsea in 16 minuten

75 Minuten lang hielt Roseniors Defensive die Pariser Angriffswellen in Schach, dann rissen die Dämme. Von der 74. bis zur 90. Minute flogen drei weitere Bälle ins Netz von Philipp Köhn, ehe der Schiri endlich pfeift. Die Blues waren phasenweise das bessere Team, hatten mehr Ballbesitz, mehr Zweikampfquote, mehr Ideen – und am Ende nichts als eine Bordkarte für die Rückspiel-Hölle, die am Dienstag um 21 Uhr im Stamford Bridge startet.

Die Zahlen sind gnadenlos: 8:3 Torschüsse innerhalb des Strafraums für PSG in der Schlussphase, 0,91 erwartete Tore Chelsea zwischen der 75. und 90. Minute – und dabei hatte der Trainer erst in der 70. Minute den Deckel zugemacht, indem er den 19-jährigen Tino Schröder für zusätzliche Stabilität neben Moisés Caicedo schickte. Der Junge lief zweimal zu spät, einmal zu franösisch, und plötzlich war das Spiel weg.

Leak erschüttert kabine – rosenior kündigt interne säuberung an

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Acht Stunden vor Anpfiff kursierte die Aufstellung auf französischen Fan-Channels. Rosenior erfuhr erst nach Abpfiff davon, schaltete sofort den Sportdirektor ein, ließ Handys sammeln, Kontaktlisten prüfen. „Wir werden den Maulwurf finden“, sagte er mit schwarz vor Augen, „und derjenige wird nie wieder für diesen Klub arbeiten.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Chelsea ausgerechnet vor einem Topspiel durchsickert. Bereits im Oktober war die Elf gegen Barcelona Stunden vorab auf Twitter aufgetaucht – damals folgte ein 1:3. Die interne Sicherheitsabteilung hatte neue Protokolle versprochen, doch die wurden offenbar mit Leichtigkeit umgangen. Die Spieler selbst reagierten irritiert: Reece James schmiss nach Informationen von SPORTBILD.de sein Smartphone in den Mannschaftsbus, Enzo Fernández verlangte eine Krisensitzung, die bereits heute stattfinden soll.

Am samstag gegen newcastle – dann dienstag mit dem messer auf der kehle

Die Premier-League-Zwischenbilanz verspricht keine Atempause: Platz fünf, drei Punkte Rückstand auf Tottenham, dazu Auswärtsspiel in Newcastle, wo Chelsea zuletzt dreimal in Folge verlor. Die Toon Army wird die Schwäche der Londoner gerochen haben. Rosenior muss rotieren, wenn er nicht vor dem Rückspiel weitere Schlüsselspieler verliert – Gelb-belastet sind Caicedo, Colwill und Palmer.

Die Wahrscheinlichkeit, das 2:5 noch zu drehen, liegt laut Opta bei 6,7 Prozent. Kein englischer Klub schaffte in der Champions-League-Geschichte je ein 2:5-Comeback. Rosenior bleibt dennoch Formalist: „Wir brauchen drei Tore, kriegen keins dazu. Das ist alles Mathematik.“ Er spricht wie ein Mann, der sich selbst noch nicht berechnet hat, dass die Rechnung ohne die eigene Kabine aufgeht.

Der Countdown läuft: 72 Stunden bis Newcastle, 120 Stunden bis Paris. Chelsea steht am Abgrund – und muss erst einmal seinen eigenen Maulwurf finden, bevor sie die Pariser Abwehr knacken können.