Chelsea lockt milan-abwehrriesen: pavlovics premier-league-coup rückt näher
Strahinja Pavlovic lacht heute, wer hätte das gedacht? Der Serbe, der vor drei Jahren in Basel noch wie ein Rohling wirkte, den niemand richtig einsetzen konnte, spielt sich gerade zur heißesten Transferware Europas hoch. Vier Tore aus der Verteidigung heraus, ein Marktwert, der sich seit der Sommer-Übersiedlung nach Mailand verdoppelt hat – und nun das: Chelsea soll laut calciomercato.com bereit sein, die 45-Millionen-Klausel zu ziehen.
Von der leihstation basel zum top-transfer: die irre reise des pavlovic
Februar 2022, St. Jakob-Park: Pavlovic steht nach einem 0:3 gegen Sion am Seitenrand, wirkt verloren. Zehn Pflichtspiele, kein einziger Sieg mit ihm. Die Statistik war gnadenlos – und doch steckte schon damals ein Ballgewinn-Prozentsatz von 68 % im Datensatz, den nur die Analysten sahen. Monaco lieh ihn zurück, Salzburg schaltete sich ein, und plötzlich explodierte die Zweikampfstatistik: 78 % gewonnene Luftduelle in der Champions-League-Gruppenphase, mehr als jeder andere Defender.
Mailand zog im August die Kreditkarte, 18 Millionen plus Boni. Paolo Maldini hatte einen Plan: Pavlovic sollte neben Tomori die linke Innenverteidigung verankern. Was folgte, war kein langsames Einlaufen, sondern ein Knockout. Vorletzter Spieltag gegen Udinese: Kopfball, Volley, 1:0. Twitter-Video: 3,2 Millionen Views in zwei Stunden. Rossoneri-Fans taufen ihn „Serbischer Tank“ – und das ist im San-Siro kein Spaß.

Chelsea warum jetzt? die strategische lücke, die pavlovic füllt
Die Blues haben Colwill und Disasi, aber beide sind Rechtsfuß. Pochettino braucht einen linkshändigen Verteidiger, der gleichzeitig Standards verwandelt. Pavlovic traf in dieser Saison bereits dreimal per Ecke. Sein Geheimnis: Er startet aus einer tieferen Position, um die gegnerische Zuordnung zu sprengen – ein Trick, den er sich beim Video-Coaching von Salzburg-Coach Jaissle abgeschaut hat.
Die Ablöse? 45 Millionen sind zwar fix, aber Milan besitzt noch eine Einjahres-Option bis 2029. Das bedeutet: Chelsea muss nicht nur zahlen, sondern auch den Spieler überzeugen. Pavlovic’ Berater Dusko Vemic flog vergangene Woche nach London, blieb aber vage: „Strahinja fühlt sich in Mailand wohl, aber die Premier League ist ein Traum.“ Die Entscheidung fällt vermutlich nach der EM. Serbien ist qualifiziert – und ein starkes Turnier würde den Preis nochmal in die Höhe treiben.
Die Ironie: Wer einst in Basel als Leihbürde galt, kann dem FCB nun eine saftige Weiterverkaufsbeteiligung bescheren. 15 % waren im Leihvertrag verankert. Bei 45 Millionen wären das stolze 6,75 Millionen – genug für zwei Nachwuchs-Talente. Pavlovic selbst nimmt’s mit Humor: „Fußball ist kein Sprint, es ist ein Boxkampf über zwölf Runden. Ich bin gerade in der siebten Runde.“
Die Uhr tickt. Milan will die Meisterliga erreichen, Chelsea braucht Punkte im Top-Vier-Rennen. Wer zuerst blinkt, könnte schon im Januar entscheiden. Fest steht: Ein Transfer würde Pavlovic in die Gehaltsliga von 120.000 Pfund pro Woche katapultieren – und die Basel-Zeit endgültig zur Nebensache machen.
