Chaos in stuttgart: bvb stiehlt den sieg in letzter sekunde!
Dramatik pur im Mercedes-Benz-Stadion! Der BVB hat am Sonntagabend beim VfB Stuttgart eine unglaubliche Wendung erlebt und die Partie mit 2:0 für sich entschieden – und das erst in der Nachspielzeit. Während die Dortmunder Fans jubelten, brodelte die Stimmung auf den Rängen und es kam zu gefährlichen Ausschreitungen.

Ein spiel, das lange schien, wie ein abnutzungsgefecht
Die Partie verlief bis in die Schlussminuten hinweg erstaunlich ereignislos. Stuttgart kontrollierte das Spielgeschehen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Die Dortmunder wirkten offensiv blass, ihre Bemühungen kulminierten in einem kümmerlichen xGoals-Wert von lediglich 0,07 zur Halbzeit. Die beste Chance der Hausherren vergab Assignon in der 56. Minute, als Kobel in höchster Not parierte. Es schien, als würde sich das Spiel mit einem torlosen Remis beenden.
Doch dann kam die Nachspielzeit – und die zeigte eine ganz andere Seite des BVB. In der 90.+4 Minute war es Julian Brandt, der eine Flanke auf den freistehende Ian Maatsen spielte, der diesen dann präzise auf Adeyemi weiterleitete. Dieser ließ Karazor stehen und schob den Ball unhaltbar ins Netz – 1:0 für Dortmund!
Die Reaktion der Stuttgarter Fans war überschwänglich, aber auch schnell von Frustration überlagert. Denn nur wenige Augenblicke später, in der 90.+6 Minute, machte Brandt den Doppelschlag perfekt. Sein Schuss ins lange Eck war unhaltbar. Und dann eskalierte die Situation.
Mehrere VfB-Ultras brachen durch den Zaun und drangen in den Innenraum ein, nur wenige Meter von den BVB-Spielern entfernt. Ein Klappstuhl, offensichtlich aus dem Bereich der Fotografen, landete auf dem Platz. Die Situation drohte jederzeit außer Kontrolle zu geraten. Die Sicherheitskräfte brachten die Lage schließlich unter Kontrolle, doch die Atmosphäre blieb angespannt. Ein intensives Gespräch zwischen den Trainern Hoeneß und Kovac deutete auf die hitzigen Gemüter hin, ebenso wie die Klärungsbedarf zwischen den Spielern beider Mannschaften.
Deniz Undav, der Stuttgarter Stürmer, bemängelte nach dem Spiel provokantes Jubeln der Dortmunder. „Es war anscheinend ein provokanter Jubel. Das hatten wir ja schon gegen Porto. Der Adeyemi hat dann so gemacht…“, so Undav, wobei er eine Geste imminierte, die auf eine Nachahmung eines früheren Vorfalls in Dortmund hindeutet. Er betonte, dass es offenbar eine Missverständnis mit den Fans gab, da diese glaubten, die Spieler hätten sich nicht um sie gekümmert.
Die Leistung des BVB war über die gesamte Spielzeit betrachtet alles andere als überzeugend. Aber in der entscheidenden Phase bewiesen sie eiskalte Nerven und sicherten sich den Sieg. Ein Sieg, der jedoch mit einem bitteren Nachgeschmack endete.
