Chaos in paraguay: stürmer stiehlt schiedsrichteruhr!

Ein WM-Spiel, das in die Geschichte eingehen wird – und das nicht nur wegen des Ergebnisses. Das Duell zwischen Paraguay und der Türkei entwickelte sich zu einer Farce, gekrönt von einer Szene, die selbst gestandene Fußballprofis sprachlos machte: Matías Galarza, der Mann des frühen Tores, stahl die Uhr des Schiedsrichters.

Ein handgemenge, eine verlorene uhr, ein genialer schachzug?

Ein handgemenge, eine verlorene uhr, ein genialer schachzug?

Schiedsrichter Iván Barton unterbrach das Spiel in der 44. Minute aufgrund eines hitzigen Zweikampfes zwischen Paraguay und Türkei. Inmitten der darauffolgenden Rudelbildung bemerkte Barton dann seinen Fehler – seine Schiedsrichteruhr lag unbeachtet auf dem Rasen. Was dann geschah, ist kaum zu glauben: Der paraguayische Stürmer Galarza entdeckte die Uhr, betrachtete sie kurz und legte sie sich um sein Handgelenk. Die Absurdität des Moments war perfekt.

Schiri-Experte Patrick Ittrich bei MagentaTV war fassungslos: „Ich mein, was geht in so einem Spieler vor?“, kommentierte er die Szene. Galarza’s Verhalten wirft Fragen auf, aber es zeigt auch eine gewisse Unverbissenheit und Spontanität, die im modernen Fußball selten zu sehen ist. Und während die Türkei unter diesem frühen Schock zusammenbrach, nutzte Paraguay die Gunst der Stunde.

Das Ergebnis: 1:0 für Paraguay und ein vorzeitiges Ausscheiden der Türkei aus der WM. Das frühe Tor durch Galarza nach nur 64 Sekunden – das schnellste Tor dieses Turniers und das früheste Gegentor in der Geschichte der türkischen Nationalmannschaft – besiegelte das Schicksal der türkischen Mannschaft bereits in der zweiten Gruppenpartie. Die Uhr-Affäre bleibt dabei eine amüsante Randnotiz, die das Spiel umso unvergesslicher macht.

Galarza, der nach der etwas skurrilen Aktion zunächst für einige Minuten die Uhr des Schiedsrichters trug, wurde letztendlich nicht bestraft und durfte trotz Gelb-Belastung bis zur 91. Minute auf dem Platz bleiben, bevor er von der Trage geführt wurde. Er wird jedoch nicht nur für diesen ungewöhnlichen Moment in Erinnerung bleiben, sondern vor allem dafür, dass er die Türkei schon so frühzeitig aus dem Turnier beförderte. Ein Sieg, der durch einen unglücklichen Moment und eine gehörige Portion Glück besiegelt wurde – und der die Fußballwelt für einige Stunden in Atem hielt.