Champions-league-finale auf messers schneide: schiri-einsatz polarisiert!
Stuttgart bangt vor dem
alles entscheidenden Duell gegen Eintracht Frankfurt um die Qualifikation für die Champions League – und das nicht nur wegen des sportlichen Gegners. Die Schiedsrichter-Ansetzung von Tobias Welz hat eine regelrechte Debatte ausgelöst und die Nerven der Schwaben blank liegen lassen.Ein schiedsrichter mit fragwürdiger vorgeschichte
Tobias Welz, der am Samstag in Frankfurt pfeift, sorgte erst vor drei Wochen im Pokal-Halbfinale zwischen Stuttgart und Freiburg für kolossale Kontroverse. Seine strittige Entscheidung, den vermeintlichen Führungstreffer der Freiburger in der Verlängerung zu annullieren, bescherte Stuttgart den Einzug ins Finale – eine Entscheidung, die von vielen als falsch bewertet wurde. Stürmer Deniz Undav ließ seiner Unzufriedenheit nach dem Spiel freien Lauf: „Ich bin auch unzufrieden mit dem Schiri. Ich mag den eh nicht.“ Ein klares Statement, das die Stimmung im VfB-Lager verdeutlicht.
Manuel Gräfe, Schiedsrichter-Experte bei BILD und Sport BILD, zeigt sich fassungslos: „Wenn man denkt, es kann doch nicht noch schlimmer werden, überraschen DFB-Schiedsrichter-Bereich und selbst mittlerweile UEFA einen immer wieder und umso mehr in letzter Zeit! Wie kann man nach der Vorgeschichte so auf Spielglück bei der Ansetzung setzen? Unverantwortlich auch Welz gegenüber.“ Die Kritik ist unüberhörbar und unterstreicht die Brisanz der Situation.

Hessen pfeift hessen: ein unglücklicher zufall?
Doch damit nicht genug: Welz stammt aus Wiesbaden, also aus Hessen. Obwohl die Regel, die ein Schiedsrichter von der Leitung von Spielen aus seinem eigenen Bundesland abhalten sollte, 2020 aufgehoben wurde, wirkt die Ansetzung angesichts der jüngsten Ereignisse äußerst unglücklich. Es ist sein letztes Bundesliga-Spiel, was den Druck zusätzlich erhöht. Der DFB weigert sich, zu der umstrittenen Entscheidung Stellung zu beziehen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Welz einen fairen und unparteiischen Spielverlauf gewährleisten kann, ist unter diesen Umständen fraglich. Stuttgart-Fans fürchten eine Wiederholung der Ereignisse im Pokalspiel, während Eintracht-Anhänger die Situation ebenfalls mit Argwohn betrachten. Die Spannung vor dem Spiel ist kaum zu übertreffen – nicht nur wegen der Bedeutung des Spiels für die Champions-League-Qualifikation, sondern auch wegen der Schatten, die Welz' Vergangenheit wirft.
Die Entscheidung des DFB ist ein riskantes Spiel mit der Glaubwürdigkeit des Fußballs. Ob Welz dem Druck standhalten und ein faires Spiel leiten kann, wird sich am Samstag zeigen. Eines ist jedoch sicher: Dieser Schiedsrichter-Einsatz wird lange in Erinnerung bleiben – und das aus den falschen Gründen.
