Champions-league-drama: bayern verpasst finale – einzelkritik zu den fehlleistungen!

München – Der Traum vom Triple ist geplatzt. Der FC Bayern München muss sichnach dem mageren 1:1 im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain mit dem Ausscheiden aus der Champions League abfinden. Ein Abend, der die Schwächen der Bayern-Stars schonungslos offenbarte und die Frage aufwirft, ob die individuelle Klasse in der entscheidenden Phase überhaupt abgerufen werden konnte.

Neuer als einziger lichtblick in einer dunklen nacht

Neuer als einziger lichtblick in einer dunklen nacht

Während Manuel Neuer eine Glanzleistung zwischen den Pfosten zeigte und immer wieder das Wunder vollbrachte, scheinen viele Mitspieler den Anforderungen der Champions League nicht gewachsen gewesen zu sein. Die Abwehr wirkte anfällig, das Mittelfeld fand selten Zugriff und im Angriff fehlte die nötige Durchschlagskraft. Besonders bitter: Harry Kane, der sonst so treffsichere Angreifer, blieb bis zur Nachspielzeit weitgehend blass.

Schon in den ersten Minuten der Partie zeigte sich die Schwäche der Bayern-Defensive. Osmane Dembélé ließ Dayot Upamecano alt aussehen und brachte PSG früh in Führung. Ein frühes Signal, das die Münchner nicht mehr kontern konnten. Die tiefstehende und disziplinierte Abwehr der Franzosen vereitelte jeden Versuch der Bayern, das Spiel zu kontrollieren. Die Bemühungen, den Rückstand wettzumachen, zerschellten an der Pariser Mauer.

Ein Blick auf die Einzelkritik:

Manuel Neuer: (Note 2) – Der überragende Münchner. Parierte einen Kopfball nach Freistoß, wehrte Kvaratskhelia mehrfach ab und verhinderte weitere Gegentreuer. Einziger Bayern-Spieler, der konstant auf Höchstniveau agierte.

Konrad Laimer: (Note 3) – Ein schwacher Start mit einem Ballverlust, der fast einen weiteren Treffer ermöglicht hätte. Zeigte sich aber im weiteren Verlauf bemühter und unermüdlich im Spiel nach vorne.

Dayot Upamecano: (Note 5) – Ein rabenschwarzer Abend für den französischen Innenverteidiger. Wurde von Dembélé und Kvaratskhelia mehrfach überlaufen und leistete sich im Aufbauspiel zahlreiche Ungenauigkeiten.

Jonathan Tah: (Note 3,5) – Wie die gesamte Abwehrleistungslos. Sah beim 0:1 zu passiv aus, gewann aber später seine Zweikämpfe.

Josip Stanisic: (Note 3,5) – Verlor Dembélé aus den Augen, zeigte aber später deutlich mehr Aufmerksamkeit und gewann die meisten Balleroberungen auf Bayern-Seite.

Joshua Kimmich: (Note 4) – Der sonst so zuverlässige Regisseur fand an diesem Abend kaum Zugriff auf das Spiel. Seine Diagonalpässe erreichten selten einen Mitspieler.

Aleksandar Pavlovic: (Note 4) – Der Youngster hatte an diesem Abend ungewöhnlich viele Probleme im Zweikampf und wirkte hektisch.

Michael Olise: (Note 5) – Sein schwächster Auftritt der Saison zum ungünstigsten Zeitpunkt. Verlor unzählige Dribblings und produzierte zahlreiche Ballverluste.

Jamal Musiala: (Note 4,5) – Nach anfänglichen Behandlungsproblemen hatte er Schwierigkeiten, sich im Spiel der Pariser Abwehr zu entfalten.

Luis Díaz: (Note 3,5) – Einer der auffälligsten Offensivspieler, blieb aber letztlich ohne Fortune.

Harry Kane: (Note 4,5) – Der Top-Torjäger blieb bis zur Nachspielzeit weitgehend unsichtbar, traf dann aber noch – zu spät für die Hoffnung der Bayern.

Alphonso Davies: (Note 3,5) – Brachte etwas Schwung ins Spiel und bereitete Kanes Tor vor.

Min-Jae Kim: (Note 3,5) – Unauffällig in einer ruhigen zweiten Halbzeit.

Lennart Karl & Nicolas Jackson: (Ohne Note) – Zu spät eingewechselt, um das Blatt noch wenden zu können.

Die Niederlage gegen PSG ist ein herber Schlag für den FC Bayern. Die individuelle Leistung vieler Schlüsselspieler muss nun analysiert und für die Zukunft verbessert werden. Die Frage ist: Kann der Verein aus dieser Enttäuschung gestärkt hervorgehen und die nächste Saison erfolgreicher gestalten?

Die Zeit wird es zeigen.