Champions league: schiedsrichter-poker um bayern-finale!
München brodelt! Schiedsrichter Joao Pinheiro hat im Halbfinal-Rückspiel zwischen Bayern und PSG eine Achterbahnfahrt der Emotionen ausgelöst – und das noch vor der Pause. Die Entscheidung, ob Bayern überhaupt eine realistische Chance auf das Champions-League-Finale hat, scheint zunehmend in den Händen des Unparteiischen zu liegen.

Verpasste elfmeter-chance: bayern-bank explodiert
Die Partie war kaum angepfiffen, da sorgte Pinheiros erste strittige Entscheidung für Kopfschütteln. Eine Abseitsposition von Harry Kane in der 23. Minute wurde gewertet, obwohl die Fernsehbilder eine hauchdünne Situation zeigten. „Ein Riesen-Fehler!“, polterte DAZN-Experte Michael Ballack, der auf die gängige Praxis verwies, in solchen Fällen das Spiel laufen zu lassen und eine VAR-Prüfung zu ermöglichen. Der portugiesische Schiedsrichter handelte offenbar zu früh.
Doch das war erst der Auftakt. In der 29. Minute kam es zu einer weiteren hitzigen Szene: Nuno Mendes berührte den Ball mit dem Arm, während Konrad Laimer dribbelte. Statt einem Freistoß und einem möglichen Gelb-Rot für den PSG-Verteidiger, entschied Pinheiro auf ein Handspiel von Laimer. Die Proteste der Bayern-Fans und der Bank eskalierten sofort.
Der Gipfel des Unverständnisses kam kurz darauf. Ein Befreiungsschlag von Vitinha traf Joao Neves im Strafraum am ausgestreckten Arm. Die Bayern-Forderung nach einem Elfmeter war ohrenbetäubend, die gesamte Bank gestikulierte wild, das Publikum pfiff – doch Pinheiro winkte ab. Laut IFAB-Regelwerk mag die Entscheidung korrekt gewesen sein, aber das ändert nichts an der Frustration im bayerischen Lager. Die Regel, die bei Schüssen oder Kopfball-Aktionen einen Handkontakt außer Acht lässt, wirkt in diesem Kontext absurd.
Ballack kommentierte im Livekommentar: „Das ist natürlich in Summe jetzt ein Tick zu viel.“ Die Bayern, die im Hinspiel knapp mit 4:5 verloren haben, sehen sich nun um ein weiteres Argument gebracht. Ousmane Dembélés frühes Tor hatte bereits einen herben Dämpfer bedeutet.
Die Leistung des Schiedsrichtergespans war eine entscheidende Zutat für die zusätzliche Dramatik, die diese Champions-League-Partie bot. Ob Pinheiro die Nerven behält und die zweite Hälfte genauso souverän leitet, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Der Schiedsrichter hat das Spiel maßgeblich beeinflusst und die Ausgangslage für das Weiterkommen der Bayern erheblich erschwert. Die Frage ist, ob das Team von Trainer Tuchel in der Lage ist, diesen Umstand zu überwinden und den Einzug ins Finale zu erzwingen.
