Chaibi schlägt nach 42 sekunden zu – aber santos macht angst

Fares Chaibi brauchte keine Minute, um das Spiel zu entscheiden. 42 Sekunden nach seiner Einwechslung traf der Algerier zum 1:0 gegen den SC Freiburg – und legte in der 81. Minute noch die Vorlage zum 2:0 durch Jean-Matteo Bahoya nach. Eintracht Frankfurt gewinnt am Sonntag verdient mit 2:0 und klettert auf Tabellenplatz sieben. Doch der Jubel in Frankfurt trägt einen bitteren Beigeschmack.

Santos auf der trage – und das rechte knie macht alle nervös

Schon nach wenigen Sekunden stand das Spiel still. Torwart Kaua Santos eilte aus seinem Kasten, kollidierte mit Ex-Frankfurter Igor Matanovic und blieb auf dem Rasen liegen. Die Behandlung dauerte. Dann das Zeichen des Brasilianers: Er kann nicht weitermachen. Michael Zetterer übernahm.

Was danach kam, ließ die Sorge wachsen. Santos kehrte nach der Pause mit einer Schiene um das rechte Knie auf die Bank zurück. Genau jenes Knie, in dem er sich einst das Kreuzband gerissen hatte. Kein offizielles Statement bisher – aber die Bilder sprechen eine eigene Sprache.

Chaibi macht den unterschied – wieder von der bank

Chaibi macht den unterschied – wieder von der bank

Trainer Albert Riera hatte vier neue Gesichter in der Startelf: Jonathan Burkardt vorne, dahinter Arnaud Kalimuendo und Mario Götze, dazu Robin Koch in der Abwehr. Die neue Ordnung war in vielen Szenen noch spürbar unfertig. Zu viele Abspielfehler, zu wenig Zugriff in den Zweikämpfen.

Freiburg wartete geduldig und hätte kurz vor der Pause sogar in Führung gehen können: Matanovic reagierte schneller als Koch, sein Kopfball klatschte an den Pfosten – Zetterer wäre chancenlos gewesen. Ein Weckruf, der gehört wurde.

Riera zog nach gut einer Stunde die richtigen Schlüsse. Chaibi für Hojlund, Doan für Götze. Was folgte, war ein Lehrstück in Effizienz. Der Algerier kombinierte mit Collins, bekam den Ball zurück und schob ihn überlegt ins lange Eck. 1:0. Die Bank hatte wieder geliefert – wie schon in München.

Bahoyas heber als krönender abschluss

Bahoyas heber als krönender abschluss

Das 2:0 war dann schlicht Extraklasse. Chaibi chipte den Ball präzise in den Lauf, Bahoya lupfte ihn gefühlvoll über Keeper Noah Atubolu ins lange Eck. Die Frankfurter Fankurve sang: „Die SGE ist wieder da!