Cescs como stolpert seit wochen – doch chelsea ruft schon

Seit dem 22. März schreibt Como 1907 nur noch Niederlagen und Remis, ein Sieg bleibt aus. Dann der K.o. in der Coppa Italia: Vorsprung 2:0, Endstand 2:3 – Inter dreht die Halbfinale in Minuten. Die Luft im Larianer Stadion ist dünn.

Chelsea-bank frei, gerüchte laut – fàbregas blockt ab

Chelsea-bank frei, gerüchte laut – fàbregas blockt ab

Die englischen Zeitungen führen seine Statistik schon mit 1,8 Punkten pro Spiel aus. Chelsea sucht, Cesc Fàbregas passt ins Raster. Doch der 37-jährige Coach schmettert alles weg, noch bevor die Frage fertig ist. „Ich habe vom Präsidenten nichts gehört. Ich weiß nichts, und das interessiert mich auch nicht.“

Die Stimme klingt ruhig, fast gelangweilt. Vielleicht liegt es an den 151 Länderspielen, an den Titeln mit Arsenal, Barcelona, Chelsea. Er kennt das Rauschen. „Meine Spielerkarriere gibt mir Ruhe“, sagt er und streicht sich mit zwei Fingern über die Stirn.

Vertrag bis 2028, kleiner Anteilseigner, Champions-League-Chance – das sind die Fakten, die er runterbetet. „Das Wichtigste ist das nächste Spiel, Genua, drei Punkte.“ Die Worte wirken wie ein Zettel, den er sich selbst in die Tasche gestopft hat, um nicht durchzudrehen.

Denn hinter den Kulissen nagt die Pleite-Serie. Como kassierte in sieben Partien 14 Gegentore, die Defensive wackelt. Im Sturm fehlt ein eiskalter Finisher, daher schießt der Mittelfeldspieler Mancuso als Notnagel. Die Tabelle lügt nicht: Bei einem Nachholspiel rutscht die Mannschaft auf Platz sieben – draußen vor der Tür zur Königsklasse.

Die Fans halten die Fahne hoch, singen „Cesc resta con noi“, doch in den sozialen Kanälen häufen sich Kommentare wie „Entlassungen jetzt“. Sportdirektor Belotti schweigt, Präsident Indyk twittert lieber über Immobilien. Die Kommunikationsstrategie: abwarten, weghören, weitermachen.

Am Sonntag kommt Genua, ein Gegner, der seit fünf Spielen nicht verlor. Fàbregas nimmt seine Brille ab, putzt sie mit dem Ärmel. „Wir werden gewinnen“, sagt er, ohne zu lächeln. Dann steht er auf, dreht sich um, Schluss. Kein Blick zurück. Wenn er fällt, dann auf eigene Faust – und nicht, weil Chelsea anruft.