Celtics straucheln: gonzález' nba-traum endet bitter

Die Saison der Boston Celtics ist vorzeitig beendet – und für den jungen Spanier Hugo González geht sein erster NBA-Lehrgang in einer ernüchternden Niederlage zu Ende. Im siebten Spiel der Serie gegen die Philadelphia Sixers kassierten die Celtics eine deutliche 100:109-Niederlage. Für González, der in den letzten Spielen kaum eine Rolle spielte, bedeutet dies das frühe Aus.

Ein vielversprechender start, ein frustrierender abgesang

Der 20-jährige Flügelspieler, der in Madrid geboren wurde, hatte in den ersten Monaten seiner NBA-Karriere für Aufsehen gesorgt. Seine Energie und sein unbändiger Einsatz in der Verteidigung, Eigenschaften, die man von einem so jungen Spieler kaum erwarten würde, wurden von Trainer Joe Mazzulla schnell erkannt und geschätzt. Zunächst einmal die nüchternen Zahlen: 74 Partien absolvierte González, verbuchte durchschnittlich 3,9 Punkte (bei einer Trefferquote von 47,6 % aus dem Feld, 36,2 % von der Dreierlinie und lediglich 50,0 % von der Freiwurfline), 3,3 Rebounds und 0,5 Assists. Doch der Teufel lag im Detail.

Ein klarer Unterschied zeigt sich, wenn man seine Leistungen in zwei Phasen unterteilt: die 57 Spiele, in denen Jayson Tatum verletzungsbedingt fehlte, und die 17 Partien nach der Rückkehr des Starspielers. Ohne Tatum glänzte González mit 4,2 Punkten und 3,6 Rebounds in mehr als 15 Minuten Einsatzzeit pro Spiel. Sobald Tatum jedoch wieder auf dem Platz stand, sanken seine Statistiken auf 2,9 Punkte und 2,5 Rebounds bei lediglich vier Minuten Spielzeit. Ein deutliches Zeichen dafür, dass seine Rolle in der Mannschaft drastisch reduziert wurde.

Die Wahrheit ist: In den letzten Spielen durfte González kaum mehr als ein paar Minuten spielen. Er war zum Schatten seiner selbst geworden, ein Spieler, der offensichtlich frustriert war über seine mangelnde Einsatzzeit. Die Ironie des Schicksals: Ein junger Mann, der mit so viel Enthusiasmus und Potenzial in die Liga kam, verabschiedet sich mit einem blassen Abgesang.

Defensiver wirbelwind und energiebombe

Defensiver wirbelwind und energiebombe

Doch bevor Tatum sein Comeback feierte, war González eine feste Größe in der zweiten Garde der Celtics. Mazzulla griff regelmäßig auf ihn zurück, um die größten Stars der Liga zu stoppen. Er duellierte sich mit Namen wie Jalen Brunson, Shai Gilgeous-Alexander und Luka Dončić – allesamt Kandidaten für den MVP-Titel. Besonders beeindruckend war sein Auftritt gegen die Milwaukee Bucks, als er Giannis Antetokounmpo mit 18 Punkten und 16 Rebounds in die Knie zwang und als Starter auflief. Seine Wirkung ging jedoch weit über die bloßen Statistiken hinaus. Über einen längeren Zeitraum führte er sogar die gesamte NBA in der Plus/Minus-Bilanz an – ein Beweis für seine Fähigkeit, das Spiel seines Teams positiv zu beeinflussen. Seine Energie auf dem Feld war spürbar, seine Blocks, Steals und sein unermüdlicher Kampf um jeden Ball begeisterten die Fans.

„Ich mag ihn sehr, erinnert mich an meine eigenen Anfänge in der NBA“, lobte Jaylen Brown, einer der Stars der Celtics. „Er bringt Energie, Defensive und Rebounds ins Spiel. Er ist athletischer, als ich dachte. Er wird eine große Karriere in der NBA haben.“ Auch Trainer Mazzulla zeigte sich angetan: „Er hat schnell sein großes Defensivinstinkt bewiesen. Er ist in der Lage, Guards und Point Guards mit großer Geschwindigkeit zu verteidigen.“

Im Vergleich dazu waren seine Einsätze in den Playoffs minimal. In der Serie gegen die Sixers kam er nur in vier von sieben Spielen zum Einsatz. In den ersten drei Spielen spielte er kaum mehr als sechs Minuten und scheiterte an allen Versuchen, den Korb zu treffen. Im entscheidenden siebten Spiel, als Tatum ausfiel, durfte er zwar 13 Minuten lang mitwirken, blieb aber erneut erfolglos – drei Dreier und zwei Freiwürfe verfehlten ihr Ziel. Ein unrühmliches Ende für eine Saison, die so vielversprechend begonnen hatte.

Die Frage, die nun bleibt, ist nicht, ob González in der NBA Fuß fassen kann, sondern wann und wo er seine Chance bekommt, sein volles Potenzial zu entfalten. Seine Energie, sein Engagement und sein defensives Können sind zweifellos wertvoll – er muss nur die richtige Umgebung finden, um sie optimal einzusetzen. Denn eines ist klar: Der junge Spanier hat das Zeug dazu, ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Team zu werden.