Celta zittert vor viertelfinal-kracher – jutglà glüht, aber fünf ausfälle bohren löcher in giráldez’ karte
Claudio Giráldez muss gegen Freiburg mit einer Rumpftruppe ran. Fünf Leistungsträger fallen aus – doch Ferran Jutglà schießt sich gerade in einen Formrausch, der die Balaídos-Fans träumen lässt.

Defensiv-flicken und ein super-stürmer: celta an der europa-league-schwelle
Die Statistik ist hart: noch nie hat der Celta in zwei aufeinanderfolgenden Saisons das Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs erreicht. Genau das will Giráldez am 16. April 2026 ändern, wenn das Rückspiel im Viertelfinale der Europa League um 18:45 Uhr angepfiffen wird. Doch die Personaldecke wird dünn.
Starfelt plagt eine akute Lumbalgie, Hugo Álvarez, Miguel Román und Ristic fehlen verletzt, Javi Rueda muss zuschauen, weil er seine Geldkarte voll hat. Der Trainer musste gestern sogar einen Blick auf die U-19 werfen, um die Bank zu füllen. „Wir werden improvisieren, aber nicht verstecken“, sagte Giráldez – und wies auf den Mann hin, der die Lücke mit Toren kitten soll.
Ferran Jutglà traf in den letzten drei Pflichtspielen viermal, seine Laufwege wirken wie programmierte Messerklingen. Gegen Freiburg wird er allein vorn den Ball festmachen, dann abstauben oder umschalten – je nachdem, wie tief der Sport-Club sich verbeißt. Die Zahlen sprechen für ihn: 0,78 Tore pro 90 Minuten, dazu 3,2 eroberte Bälle im letzten Drittel. Kein Wunder, dass die Buchmacher seine Torquote auf 2,25 drücken.
Die Vorfreude steigt, auch weil Movistar Plus+ die Partie exklusiv zeigt und damit die letzte Live-Sperre vor dem spanischen Free-TV wegfällt. Die Abo-Zahlen des Senders schnellten nach dem 3:1 im Parkstadion um 18 % nach oben – ein Indiz dafür, wie sehr das Land den kleinen Galiciern den Lauf mitgibt.
Giráldez weiß: steht am Ende kein Sieg, wird man die Ausreden nicht hören wollen. „Wir haben 90 Minuten, um Geschichte zu schreiben. Der Rest ist Gerede.“ Seine Spieler werden heute Nacht in Balaídos auflaufen – mit zusammengenähten Kader, aber mit einem Stürmer, der gerade alles trifft, was sich bewegt. Wenn Jutglà wieder jubelt, kann der Celta tatsächlich das zweite Halbfinale seiner Geschichte planen. Die Uhr läuft schon.
