Celta vigo feiert mit 3000 fans in lyon – rueda schießt, darf aber nicht in freiburg ran
Der Europa-League-Nachtzug rollt weiter nach Galicien, doch einer muss auf dem Bahnsteig bleiben: Javi Rueda, Dosenöffner von Lyon, Reisender ohne Ticket fürs Europa-League-Viertelfinale. Die Jubelfaust, die in Frankreich zwei Tore schlug, ist gegen SC Freiburg wegen Gelbsperre stumpf.

3000 Auswärtsfans, zwei platzverweise, ein 2:0 – und die sensation ist perfekt
Celta Vigo war im Achtelfinale der Außenseiter, doch Olympique Lyon lieferte den Gegnern zwei Einladungen zur Überzahl. Die Galicier nutzten die Geschenke eiskalt. Rueda traf doppelt, die „EuroCelta“-Fans sangen bis in die Nacht. Am Flughafen warteten danach hunderte weitere Anhänger – pures Europa-League-Fieber in der Atlantik-Stadt.
Die Zahlen sprechen für sich: 13 Punkte aus der Ligaphase, PAOK ausgeschaltet, Lyon versenkt. Nur Real Madrid (30) und Barça (28) holten in La Liga mehr Auswärtspunkte als Celta (24). Doch das Heimparadox bleibt: Platz 17 in der spanischen Heimtabelle. Das Rückspiel am 16. April um 18.45 Uhr wird zur Geduldsprobe für die Galicier – und zur Chance für Freiburg, früh Druck zu erzeugen.
Rueda selbst bleibt kämpferisch: „Wir setzen uns keine Grenzen.“ Der 23-Jährige wird in Freiburg auf der Tribüne sitzen, aber er weiß: Celta ist auf fremdem Rasen ein anderes Tier. Der SC muss also ohne Publikumsmagneten Rueda auskommen, dafür mit der klaren Ansage, dass Freiburgs Europacamp noch längst nicht vorbei ist.
Für Celta ist die Reise nach acht Jahren Abstinenz endlich wieder Realität – und sie wollen noch weiter. Die Sperre von Rueda? Ein kleiner Riss im Fahnentuch, aber kein Grund, die Korken wieder reinzudrücken.
