Cavaliers gegen raptors: können die cavs die playoff-fluch brechen?

Cleveland – Die Cleveland Cavaliers starten in ihre Playoff-Mission gegen die Toronto Raptors. Nach einer enttäuschenden regulären Saison und dem überraschenden Trade um James Harden stehen die Zeichen nicht unbedingt nach Cleveland, doch ein Sieg ist möglich. Die Frage ist: Kann Dennis Schröder seine Rolle in dieser Serie entscheidend beeinflussen?

Die last der vergangenheit: cavs unter druck

Seit dem Abgang von LeBron James quält sich Cleveland mit dem Erreichen der Conference Finals. Die bittere Niederlage im Vorjahr gegen Indiana hat die Verantwortlichen dazu getrieben, während der Saison aktiv zu werden und mit James Harden eine überraschende Verstärkung zu verpflichten. Doch dieser Umbau hat ihren Preis. Der bewährte Backcourt aus Garland und Mitchell wurde auseinandergenommen, und mit Dennis Schröder und Keon Ellis kamen zwei weitere Guards hinzu. Ein solch drastischer Umbruch während der Saison birgt Risiken, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Teams in den Playoffs oft zu kämpfen haben.

Zudem fällt mit Jarrett Allen ein wichtiger Pfeiler der Starting Five verletzungsbedingt aus. Das vermeintlich stärkste Lineup mit Harden, Mitchell, Wade, Mobley und Allen stand erst in vier Partien zusammen auf dem Feld und zeigte dort ein beeindruckendes Net-Rating von +42,8. Seit dem Trade stehen die Cavs zwar bei 21-9, konnten aber selten wirklich überzeugen. Defensiv deutet sich eine Schwäche an, was bei den Zweiflern an diesem Team die Stimmen lauter werden lässt.

Zahlen sprechen für sich: cavs vs. raptors im vergleich

Zahlen sprechen für sich: cavs vs. raptors im vergleich

Ein Blick auf die Statistiken der Regular Season offenbart eine interessante Ausgangslage: Die Raptors hatten mit 46-36 mehr Siege als die Cavaliers (52-30). Offensiv liegen die Cavs mit 118,3 Punkten pro Spiel leicht vorn (Raptors: 115,0), während Toronto defensiv stabiler ist (112,1 gegen 114,1).

Der direkte Vergleich spricht eindeutig für die Raptors: 3:0 Siege in der regulären Saison. Doch diese Bilanz trügt, denn die Raptors hatten mit Verletzungen zu kämpfen und konnten nicht in Bestbesetzung antreten. Nun sind sie verletzungsfreier und verfügen mit Brandon Ingram wieder über einen zuverlässigen Closer für die engen Spiele.

Schlüsselspieler: schroder und quickley im fokus

Schlüsselspieler: schroder und quickley im fokus

Für die Cavaliers ist es entscheidend, dass Dennis Schröder seine Leistung steigert. Die Raptors sind keine idealen Gegner für den Deutschen, da sie ihm mit ihrer Größe und Athletik das Leben schwer machen werden. Dennoch könnte Schröder defensiv wertvolle Impulse setzen und die Raptors in der Halbfeld-Offense unter Druck bringen.

Bei den Raptors hängt viel von Immanuel Quickley ab, der als einziger echter Spielmacher im Team gilt. Seine Leistungen sind jedoch schwankend, und er kämpft mit Oberschenkelproblemen. Scottie Barnes wird ebenfalls eine Schlüsselrolle spielen, indem er den Ball verteilt und Ja’Kobe Walter, einen der besten Schützen der Liga, in Position bringt. Allerdings fehlt es Toronto an Treffsicherheit von der Dreierlinie.

Die prognose: cavs mit nerven

Die prognose: cavs mit nerven

Die Cavaliers verfügen mit Mitchell und Harden über einen starken Backcourt, der in der Lage ist, sich gegen die meisten Teams Offense zu kreieren. Die Raptors werden vor allem defensiv eine Herausforderung darstellen, aber letztendlich werden sie nicht genug Offense generieren können, um die Cavaliers zu schlagen. Es wird sicherlich enge Spiele geben, aber letztendlich werden die Cavaliers die Serie gewinnen.

Der Tipp: Cavs in 5. Die Reise der Cavaliers in die nächste Runde beginnt.