Casademont zaragoza zieht ins final-four ein – hempe und ortiz überrennen idk euskotren
Die Marea Roja schwappte durch Tarragona und spülte den Casademont Zaragoza ins Halbfinale der Copa de la Reina. Mit einem 71:61 gegen IDK Euskotren schrieben Carlos Canteros Team einen neuen Kapitel seiner Erfolgsgeschichte – und das vor einer Fanwand, die jeden Dreier mit Gänsehacheln quittierte.
Merrit hempe lässt die kanonen sprechen
Die US-Amerikanerin mit mazedonischem Pass war nicht einfach die Beste, sie war das Geschütz, das die Baskinnen versenkte. 24 Wertungspunkte, 13 Rebounds, eine Anwesenheit, die in der Defensive genauso schmerzte wie im Zonenpressing. Als sie in der 25. Minute zum 50:39 auflegte, war die Partie gelaufen – selbst wenn IDK noch einmal auf 57:50 herankam.
Doch da war noch Mariona Ortiz. Fünf Punkte in 67 Sekunden, ein Steal, ein verwandelter And-One: Die Katalanin schlug die Lücke auf, die ihre Teamkolleginnen nur noch zu verwalten hatten. „Wir haben gespielt, als gäbe es kein Morgen“, sagte sie später mit zitternder Stimme, das Adrenalin noch in den Muskeln.

Azu muguruza findet keine antwort
Die Gipuzkoanerinnen lieferten sich eine Halbzeit lang ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Rosó Buch traf aus der Mitteldistanz, Khadija Faye riss allein fünf Offensiv-Rebounds herunter. Doch als Faye nach einem Knie-Check in der Kabine verschwand, brach die Luft aus dem Korb. Ohne ihre Physik im Paint verwandelte IDK nur noch jeden dritten Wurf, während Gueye und Hempe im Block weiterwuchsen.
Die Zahlen sind gnadenlos: 30 Prozent Feldwurfquote nach der Pause, 16 Ballverluste, nur drei erfolgreiche Dreier. „Wir haben gezittert, sie haben gehammert“, sagte Trainerin Muguruza mit versteinertem Gesicht. „So verliert man eine Kopfbedingung, keine Basketballpartie.“
Für Zaragoza geht es am Samstag um 17.30 Uhr gegen den Sieger des Duells Valencia-Ensino. Die Marea Roja hat bereits Karten gebucht – und wer die Rufe in Tarragona gehört hat, weiß: Die wollen nicht nur dabei sein, die wollen den Pokal tragen. Der Casademont hat Feuer gemacht; der Rest der Copa de la Reina sollte sich warm anziehen.
