Capello warnt milan: lazio-auswärtsspiel ist keine selbstläufer-falle

Fabio Capello sieht den AC Milan auf der Überholspur – und drückt sofort auf die Bremse. Nach dem Patzer von Tabellenführer Inter in Bergamo könnten die Rossoneri bei einem Sieg in Rom auf fünf Punkte heranrücken. Doch genau das macht den 78-jährigen Experten nervös.

„Der Zwischenstand wird in Milanello für gute Stimmung gesorgt haben“, sagt Capello dem italienischen Portal G+. „Aber eine Partie gegen die Lazio im eigenen Stadion ist kein Kindergeburtstag.“

Warum capello den euphorie-alarm schlägt

Warum capello den euphorie-alarm schlägt

Er kenne die Mechanismen, warnt der ehemalige Milan-Coach: „Wenn die Spieler zu sehr aufpumpen, geben sie plötzlich Gas statt Druck auszuhalten – und verlieren am Ende die Kontrolle.“ Das 2-2 der Interisten gegen Atalanta habe zwar die Lücke verkleinert, doch die Gefahr lauere im eigenen Kopf.

Capello lobt indirekt Max Allegri. Der Juventus-Trainer habe Brighton-Verteidiger Estupinan „in den Seilen“, behauptet er – und erklärt damit, warum der Brite in den letzten Wochen so fehleranfällig wirkt. „Wenn ein Coach dich so lange bearbeitet, bleibt was hängen“, so seine Einschätzung.

Beim Stadtrivalen mischt er ebenfalls mit. Für den jungen Jashari statt dem erfahrenen Ricci in der Inter-Startelf sieht er einen klaren Grund: „Wenn Simone Inzaghi sich für Jashari entscheidet, dann hat der Junge in der Woche Bäume ausgerissen.“ Trainingseindrücke statt Namen – das sei Inzaghis Stil.

Capello weiß, dass Tabellenkonstruktionen bis zum Schlusspfiff nur Papier sind. Für ihn zählt einzig die Reaktion auf dem Platz – und die kann bei überdrehten Nerven schnell nach hinten losgehen.